Chrome 33

Neue Chrome-Version beseitigt 28 Sicherheitslücken

Google hat die neue stabile Chrome-Version 33 bereit gestellt. Darin haben die Google-Entwickler 28 Sicherheitslücken gestopft und den neuesten Flash Player integriert.

Neue Chrome-Version beseitigt 28 Sicherheitslücken

© Google

Neue Chrome-Version beseitigt 28 Sicherheitslücken

Die Google-Entwickler betrachten ihren Web-Browser Chrome in der Generation 33 als ausgereift genug, um ihn als Chrome 33.0.1750.117 in den stabilen Verteilungskanal für die Allgemeinheit zu entlassen. Die neue Chrome-Version bringt auch den aktuellen Flash Player 12.0.0.70 mit, in dem Adobe kritische Sicherheitslücken beseitigt hat.

In Chrome selbst haben die Entwickler 28 Schwachstellen behoben, darunter neun, die durch externe Sicherheitsforscher entdeckt und gemeldet wurden. Dafür schüttet Google im Rahmen seines Bug-Bounty-Programms insgesamt 13.500 US-Dollar an Prämien aus. Fünf dieser Lücken sind als hohes Risiko eingestuft.

Unter den übrigen gestopften Sicherheitslücken, die das Google-Team selbst entdeckt hat, sind nach eigenen Angaben sieben, die ein Ausbrechen aus der Sandbox ermöglichen könnten. Die Chrome Sandbox kapselt den Browser vom Rest des Systems ab, um zu verhindern, dass in den Browser eingeschleuster Code auf das Betriebssystem durchgreifen kann.

Chrome 33 soll außerdem noch schneller beim Ausführen komplexer Javascript-Anwendungen sein. Dazu haben die Entwickler die Javascript-Engine V8 verbessert. Sie lagert nun die Code-Optimierung in einen Hintergrund-Thread aus, statt sie wie bislang im Haupt-Thread durchzuführen. Der JIT-Compiler (Just in Time) übersetzt den Script-Code zur Laufzeit in nativen Maschinen-Code, der viel schneller ausgeführt werden kann. Doch die Optimierung im Haupt-Thread kostet mehr Rechenzeit, was bei umfangreichen Anwendungen, etwa Spielen, eine stockende Ausführung nach sich ziehen kann.

Das Update auf die neue Chrome-Version wird in aller Regel automatisch herunter geladen und installiert. Wer den Google Update Dienst deaktiviert hat, kann im Browser den Menü-Punkt "Über Google Chrome" aufrufen, um die Aktualisierung anzustoßen.  Außerdem hat Google, wie im Juni 2013 angekündigt, Chrome Frame in Rente geschickt. Chrome Frame ist eine Zusatzmodul für den Internet Explorer, das es ermöglicht Web-Inhalte im Microsoft-Browser mit der HTML-Engine aus Chrome darzustellen. Da neuere IE-Versionen die aktuellen Web-Standards unterstützen, hält Google Chrome Frame nunmehr für überflüssig.

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