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Mini-Laptops am Ende Netbook-Produktion bei Asus und Acer eingestellt

In Zeiten von Smartphones und iPads erübrigt sich das Netbook für unterwegs. Acer und Asus stellen die Produktion der Mini-Laptops, wie etwa dem einstigen Verkaufsschlager Eee PC, ein.
Netbooks am Ende: Die Konkurrenz durch Tablets und Smartphones ist wohl zu groß. © Acer
Netbooks am Ende: Die Konkurrenz durch Tablets und Smartphones ist wohl zu groß.

2007 waren Netbooks wie der Eee PC der Verkaufshit, 2013 ist der einstige Boom verklungen: Acer und Asus stellen die Produktion von Mini-Laptops laut einem Bericht des Branchendiensts Digitimes ein. Die Hersteller nennen zwar keinen konkreten Grund - es ist jedoch nicht schwer, dafür verantwortliche  Entwicklungen auszumachen. 2010 schaffte Apple mit dem iPad ein beispielloses Revival der ehemaligen Tablet-Ladenhüter. Und bereits vorher zeichnete sich durch das iPhone und andere Smartphones ab, wohin die Reise geht. Menschen die das Internet unterwegs nutzen, vertrauen heute ganz selbstverständlich auf Touch-fähige Gadgets ohne separate Tastatur.

Solche Geräte, die kaum mehr aus den Händen der Nutzer wegzudenken sind, bieten durch ihre kompakte Bauweise nochmals ein höheres Maße an Mobilität und Komfort. Bei Tablets sind in Sachen Display-Größen von ebenso rund 10 Zoll im Vergleich zu Netbooks kaum Abstriche zu machen. Auflösungstechnisch bieten die Touch-Geräte schon längst deutlich mehr. Sind es bei Netbooks in der Regel 1.024 mal 640 Pixel, oder vereinzelt höhere Werte, kommen aktuelle Tablets wie das iPad 3 oder das Samsung Galaxy Tab 10.1 auf fast schon astronomisch anmutende Auflösungen jenseits von Full-HD.

Für einfaches Nachrichtenlesen und Social Networking oder für das Bearbeiten von E-Mails liegt alternativ das Smartphone in der Hosentasche bereit. Netbooks waren für Berufstätige ohnehin nie eine optimale Lösung. Für ein entspannteres und ermüdungsfreieres Arbeiten machten jene Nutzer Abstriche beim Faktor Mobilität zugunsten einer höheren Auflösung und / oder einer besseren Tastatur. Der Markt der Netbooks wird sich auflösen. Acer und Asus sind bereits seit längerer Zeit die einzigen Anbieter, die mehr oder weniger wettbewerbsfähig sind. Die restlichen Bestände an Netbooks sollen laut Digitimes hauptsächlich in Südostasien oder Südamerika verkauft werden.

Ähnlich schwer gegen Tablets und Smartphones haben es übrigens Ultrabooks – eine von Intel geschaffene Gerätespezifikation für besonders leichte, kompakte und leistungsfähige Notebooks. Während Vielarbeitende mit hohen Display-Auflösungen und einer mechanischen Tastatur glücklich werden, schreckt Durchschnittsverbraucher der meist hohe Gerätepreis ab. Die Geräte verkaufen sich nicht wie geplant, eine Wende ist wohl fraglich. Tipp: Folgen Sie dem PC Magazin auf Facebook und hinterlassen Sie uns ein "Gefällt mir".

 
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