Dell Inspiron duo

Netbook-Tablet-Mix von Dell

Netvertible: So nennt Dell das Inspiron duo. Das Windows-7-Gerät verwandelt sich mit einem Dreh aus einem Netbook in ein Tablet. Neuartig ist dabei die Aufhängung des Touchscreen-Displays. PC-Magazin-Redakteur Klaus Länger hat sich das Gerät bei der ersten Präsentation in München angesehen.

Dell Inspiron Duo

© Dell

Dell Inspiron Duo

Bei den meisten Tablet-PCs in Convertible-Bauform rotiert das Display um die Hochachse und wird komplett gedreht. Beim Inspiron duo ist der 10,1-Zoll-Screen mittig um die Längsachse drehbar in einem Rahmen aufgehängt. Arretiert wird es magnetisch. Durch diese Art der Display-Aufhängung ähnelt das Inspiron Duo im Netbook-Modus auf den ersten Blick einem Dell Inspiron Mini. Im Tablet-Modus sieht das Dell wie ein herkömmliches, etwas fülliges Tablet aus. Da auch die Anschlüsse hinter Abdeckungen versteckt sind, gefällt das in Schwarz, Rot und Blau erhältliche Inspiron duo durch einen sehr sauberen Look.

HD-Beschleuniger für Videos

Unter der rundlichen Hülle sitzt Netbook-Technik: Für die Rechenarbeit ist ein Intel Atom N550 mit zwei Prozessorkernen und 1,5 GHz Taktrate. Für eine flüssige Wiedergabe von HD-Videos sorgt ein zusätzlicher CrystalHD-Chip auf einer internen Mini-PCIe-Karte. Das 10,1-Zoll-Display stellt mit 1366 x 768 Bildpunkten eine höhere Auflösung dar als bei Netbooks üblich, und auch der Arbeitsspeicher ist mit zwei GByte vergleichsweise groß ausgefallen. Auf der 320 GByte großen Festplatte ist als Betriebssystem auch nicht die für Netbooks bestimmte Starter-Edition von Windows 7 installiert, sondern ein ausgewachsenes Home Premium. Eine 1,3-Megapixel-Webcam und ein Array-Microfon, das Nebengeräusche eliminiert, sind ebenfalls an Bord. Als Option ist ein 3G-Modul mit GPS verfügbar. Allerdings muss man dann auf die HD-Video-Beschleunigung verzichten, da das 3G-Modul dann den Steckplatz der CrystalHD-Karte beansprucht. Der Vier-Zellen-Akku im Dell Inspiron Duo kann nicht vom Anwender getauscht werden. Laut Dell soll er dem 1348 Gramm schweren Gerät zu einer Laufzeit von etwa vier Stunden verhelfen. Im Vergleich zu Tablets wie dem iPad aber auch zu manchen anderen Netbooks ist das nicht berauschend.

Eigene Multitouch-Oberfläche

Beim Drehen des Displays in die Tablet-Position startet eine eigene, Touch-optimierte Oberfläche, die Dell auf den Namen "Stage" getauft hat. Diese Oberfläche kommt auch bei den neuen Multitouch-All-in-Ones zum Einsatz, und sie soll zukünftig auch als Oberfläche für die Android-Tablets der Streak-Baureihe dienen. Mit seinem kapazitiven N-trig-Touchscreen erkennt das Inspiron duo Multitouch-Gesten mit bis zu vier Fingern - beim ersten Ausprobieren reagierte der Touchscreen exakt auf Eingaben. Einen Stift für Handschrifteingaben oder Zeichnungen bietet das Dell-Netvertible leider nicht. Ein Lagesensor erkennt die Position des Tablets, das Drehen des Bildschirminhalts erfolgt aber nicht so flüssig, wie bei einem iPad. Das liegt aber nicht am Dell, sondern eher an Windows 7 und den Intel-Grafiktreibern.

Neben dem Netbook- und dem Tablet-Modus gibt es noch eine dritte Betriebsform: Mit dem optionalen JBL-Dock mutiert das Inspiron Duo zum digitalem Bilderrahmen oder zum Wecker. Dafür sorgt eine eigene Software, die beim Andocken gestartet wird. Im Dock sitzt auch noch ein zusätzlicher Speicherkartenleser.

Als Preis für das Inspiron duo gibt Dell 549 Euro an. Wie viel das Dock kosten soll, ist noch nicht bekannt. Das Inspiron duo soll in den kommenden Wochen verfügbar sein, einen genauen Liefertermin gibt es noch nicht.

Video und Bildergalerie

Markus Schütz, Senior Press Reviews Manager, EMEA bei Dell, hat das Dell Inspiron duo erstmals am 27.10.2010 in München der deutschen Presse vorgestellt. Im Folgenden sehen Sie einen Ausschnitt aus der Produktvorführung, die unser Redakteur Klaus Länger mit einer kleinen Kamera festgehalten hat und den wir jetzt zusammen mit Pressebildern veröffentlichen dürfen:

Anschlüsse des Dell Inspiron duo

© PC Magazin (Klaus Länger)

Die Anschlüsse sind für einen sauberen Look hinter Abdeckungen untergebracht (im Bild: Markus Schütz, Senior Press Reviews Manager, EMEA bei Dell)
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© PC Magazin (Klaus Länger)

Für den Tablet-Modus hat Dell eine eigene Stage-Oberfläche entwickelt, die für die Fingerbedienung optimiert ist.
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© PC Magazin (Klaus Länger)

Optional ist für den Inspiron duo auch noch ein Dock mit JBL-Lautsprechern erhältlich.

Bildergalerie

Dell Inspiron duo
Galerie
Netvertible

Dell stellt mit dem Inspiron duo eine Mischung aus Netbook und Tablet vor - das Multitouch-fähige Display lässt sich entsprechend umklappen.

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