Fast schon ein Nachruf

MS-DOS wird 30 Jahre alt

Microsofts erstes PC-Betriebssystem MS-DOS ist mit 30 Jahren in einem Alter, in dem "Happy" und "Birthday" meist getrennte Wege gehen. Im Juli 1981 hat Microsoft die Rechte an QDOS erworben, um IBM ein Betriebssystem für dessen neue PC-Produktlinie liefern zu können. Was folgte, ist Geschichte.

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MS-DOS spielt auf dem PC heute kaum noch eine Rolle, viele jüngere Computer-Nutzer kennen es gar nicht. Dabei markiert MS-DOS den Aufstieg Microsofts zum größten Software-Unternehmen der Welt. Waren die ersten Windows-Versionen (bis 3.x) lediglich grafische Aufsätze für MS-DOS, fristen dessen Überbleibsel spätestens seit Windows NT nur noch ein Schattendasein als Kommandozeilenfenster oder "Eingabeaufforderung" innerhalb von Windows.Das Microsoft Disk Operating System entstand aus dem 1980 von Tim Paterson entwickelten QDOS (Quick and Dirty Operating System) für Intels neuen, 16-bittigen 8086-Prozessor. QDOS war weitgehend kompatibel zu CP/M der Firma Digital Research, das damals auf dem acht-bittigen Prozessor 8088 zum Einsatz kam.Microsoft lizensierte QDOS zunächst, um es an den neuen IBM-PC anzupassen. Im Juli 1981 schließlich erwarb Microsoft die Rechte an QDOS von Paterson, der inzwischen für Microsoft arbeitete. Wichtiger Bestandteil von MS-DOS, wie es ab dann hieß, war das Dateisystem FAT (File Allocation Table, Dateizuordnungstabelle), das Microsoft bereits 1977 für sein BASIC-System entwickelt hatte. Wichtig deshalb, weil die IBM-PCs mit Diskettenlaufwerken zur Daten- und Programmspeicherung ausgestattet waren - statt etwa Bandkassetten oder Lochkarten.Im Kommandozeilenprozessor (cmd.exe) heutiger Windows-Versionen haben etliche Befehle aus der Frühzeit von MS-DOS überlebt, etwa "format" oder "del". Viele Aufgaben, vor allem administrative, lassen sich bis heute auf der Kommandozeile effizienter erledigen als mit der grafischen Oberfläche. Das liegt auch daran, dass Windows mächtige Werkzeuge für die Kommandozeile enthält, mit denen sich zum Beispiel neue Benutzer anlegen oder Netzlaufwerke einbinden lassen. Zu MS-DOS kompatible DOS-Varianten wie etwa FreeDOS werden zum Teil noch heute mit PCs ausgeliefert, für die kein Windows dazu bestellt wird, damit diese nicht ganz ohne Betriebssystem zum Kunden kommen. Für einen Nachruf ist es also noch ein wenig zu früh.

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