Neuer Speicher

Industriekonsortium will MRAM-Speicher auf den Markt bringen

Zwar ist bereits seit ein paar Jahren MRAM-Arbeitsspeicher erhältlich, doch erreichen diese nur ein Bruchteil der Kapazität herkömmlicher Flash-, dynamischer oder statischer Speicher. Ein japanisch-amerikanisches Konsortium will jetzt "große" MRAMs als DRAM-Nachfolger entwickeln.

Ein Industriekonsortium will MRAM-Speicher massentauglich machen.

© en:wikipedia (en:Cyferz)

Ein Industriekonsortium will MRAM-Speicher massentauglich machen.

Etwa 20 japanische und amerikanische Unternehmen wollen MRAM als neuen, einheitlichen Speichertyp massentauglich machen. Dazu gehören große japanische Unternehmen wie Tokyo Electron, Shin-Etsu Chemical, Renesas Electronics, Hitachi und das amerikanische Unternehmen Micron Technology, welches als weltgrößter DRAM-Hersteller gilt. Die Unternehmen vertreten alle Sparten der Chip-Hersellung von der Rohstoffgewinnung über die Wafer-Herstellung bis zur Chip-Produktion.

Die Firmen schicken ihre Forscher an die japanische Tohoku-Universität, wo das Forscher-Team bis 2017 die neue Technik zur Serienreife führen soll. Auf den Markt kommen sollen die neuen Chips dann 2018.

Die bisher erhältlichen MRAM-Chips der Firma Freescale sind mit 16 Megabit - 64 MBit sind angekündigt - von eher bescheidener Kapazität. NAND-Flash-Speicher für SSDs verfügen bereits über eine 1000-fach höhere Kapazitäten, und selbst statische SDRAM-Chips sind im Gigabit-Bereich verfügbar.

Der ehrgeizige Plan ist, dass der neue Speichertyp alle Leistungen bisheriger Speicherarten übertreffen und diese ersetzen soll. Es ist sogar von einer zehnfachen Kapazität sowie zehnfachen Schreibgeschwindigkeit des MRAMS gegenüber dem DRAM die Rede.

Das MRAM (Magnetoresistive Random Access Memory) hätte als magnetischer Speichertyp den Vorteil, seinen Inhalt auch ohne Stromzufuhr zu erhalten. Damit wären bei tragbaren Geräten viel längere Stand-by-Zeiten erreichbar, und in vielen Geräten wäre eine Puffer-Batterie entbehrlich. Gegenüber dynamischem RAM entfiele der Speicher-Refresh, was zu weiterer Stromersparnis führt.

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