Privatsphäre

Mozillas >>Do Not Track<< findet Anklang

Wer hat das noch nicht erlebt: Man sucht im Netz nach Informationen zu einem bestimmten Thema und erhält noch Tage später von Tracking-Cookies auf angesurften Seiten Werbeangebote zu dem recherchierten Thema. Mit Firefox 4 hat die Mozilla Corporation eine Funktion namens "Do Not Track" implementiert, die dem Surfer einen Teil seiner Privatsphäre zurückbringen soll.

Do Not Track

© mozilla

Do Not Track

Wir hatten zur Veröffentlichung von Firefox 4  bereits über Do Not Track berichtet. Jonathan Nightingale, Direktor der Firefox-Entwicklung, sagte damals über "Do Not Track" sinngemäß, es sei zwar technisch kein Problem, eine solche Vorgabe zu erzwingen, dies mache aber keinen Sinn. Es gehe um Vertrauen, und man hoffe, die Seitenbetreiber zeigten Respekt vor den Wünschen der Nutzer und deren Privatspäre. Weiterhin sagte er, während der Betaphase zu Firefox 4 habe wohlwollendes Interesse seitens der Industrie zur Umsetzung dieser Funktion überwogen. Es bleibe abzuwarten, ob dieses Feature ernst genommen wird.

Technisch betrachtet sendet "Do Not Track", falls es in den Browser-Einstellungen aktiviert ist, einen HTTP-Header mit der Bitte, keine Tracking-Cookies einzusetzen. Mozilla hatte bei der Planung dieses Privacy-Enhancement viele Firmen und Organisationen angesprochen und versucht weiterhin, eine Standardisierung durch das World Wide Web Consortium (W3C) und die Internet Engineering Task Force (IETF) zu errreichen. Sogar Microsoft hat die Funktion im Internet Explorer 9 implementiert.

Nun scheint Mozilla erste Erfolge bei Übereinkünften mit Content-Providern zu verzeichnen. Im Mozilla-Blog ist nachzulesen, das der AP News Registry Service der Assosiated Press den DNT-Header auf rund 800 Nachrichtenseiten mit rund 175 Millionen eindeutiger Klicks pro Monat einsetzt. Weiterhin hat die Digital Advertising Alliance, eine Dachorganisation über 5000 führender Medien- und Technologiefirmen, darunter die 5 größten werbeagenturen des Landes, einen Prozess angestoßen, um die Implementierung des DNT-Headers voranzutreiben.

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