Mobile Computing

Mozilla will Mobile Computing standardisieren

Laut einem Vortrag von Brendan Eich, Mozilla CTO und Erfinder vonJavaScript, will die Mozilla Corporation in den nächsten Jahren die Art, wie wir mit Apps umgehen, standardisieren. Kein leichtes Unterfangen, jedoch ist Mozilla mit solchen Herausforderungen vertraut.

Mozilla will Mobile Computing standardisieren

© Mozilla

Mozilla will Mobile Computing standardisieren

Nachdem Mozilla schon dabei half, den Weg für plattformunabhängige Webapps und Webseiten zu ebnen, hat sich die Corporation jetzt wieder ein hehres Ziel gesetzt. Standardisierung im Bereich des Mobilmarkts steht nun auf der Agenda.

Brendan Eich sagte gestern auf der O'Reilly Web 2.0 Expo in New York, dass die Nutzer mobiler Geräte derzeit mit ihren Apps eingesperrt seien wie die Nutzer des Internet in dessen Anfangstagen. Seiner Meinung nach sollte man zu dem Punkt kommen, wo der Nutzer seine Apps von einem Gerät zum anderen plattformunabhängig mitnimmt.

Die Situation am mobilen Markt erinnert stark an den Beginn des kommerziellen Internets, wo etwa große Provider ihre Nutzer mit Einwahl-Software einpferchten in ihr proprietäres Modell des Internets. Hier gelte es, offene Web-Standards schon bei der Applikationsentwicklung zu setzen, so Eich.

Mozilla kennt sich aus mit solchen Kraftakten, denn als die Mozilla Corporation in 2003 aus den Resten des Netscape Browsers, der das Rennen gegen den Internet Explorer verloren hatte, hervorging wie Phoenix aus der Asche, war die Herausforderung nicht minder groß. Es ging darum, dass Netz offen zu halten und weiter zu entwickeln - und zu verhindern, dass Microsoft Zäune aufbaut wie AOL oder Time Warner in den Anfangstagen des Internet.

Mozilla nahm den Code des Netscape Navigator und schuf daraus mit Firefox erfolgreich einen freien Browser, der wieder eine Konkurrenzsituation herstellte. Der Marktanteil von Mircosoft im Browsermarkt ist seither ständig am Schwinden und mittlerweile drängen neue Browser wie Chrome, Opera und Safari erfolgreich in den Markt. Schon bald wird Chrome Firefox von Platz 2 der Browser-Hitparade verdrängen. Der Wettbewerb funktioniert.

Nun will Mozilla die mobile Welt standardisieren und gleichzeitig öffnen. Die Initiative heisst Open Web Apps. Die Idee dahinter ist, eine App einmal nach den zu definierenden Web-Standards zu schreiben und damit leicht auf Android-, Apple- oder webOS-Geräte umziehen zu können. Den Entwicklern würde eine Web-Plattform zur App-Erstellung viel Zeit sparen, weil jede App nur einmal geschrieben wird, während der Nutzer den Vorteil hat, seine Apps samt Daten auf jeder Plattform nutzen zu können, ohne sie mehrfach zu erwerben.

Einige der benötigten Techniken sind bereits vorhanden. So werden HTML5, CSS und Javascript eine Rolle bei freien Web-Apps spielen ebenso wie das noch in der Entwicklung befindliche Projekt BrowserID. Mozilla hat viel vor in nächster Zeit.

Mozilla Labs | Open Web Apps

Quelle: Mozilla
5:06 min

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