Wirtschaft

Mozilla legt Jahresbericht 2010 vor

Die Mozilla Foundation hat ihren Jahresbericht für 2010 vorgelegt. Neben der finanziellen Lage geht es darin auch um Chancen und Herausforderungen der Zukunft. Die Definition der Zielgruppe wird aus gegebenem Anlass wieder aufgegriffen.

Mozilla legt Jahresbericht 2010 vor

© Mozilla

Mozilla legt Jahresbericht 2010 vor

Aus dem jetzt veröffentlichten Jahresbericht für das Jahr 2010 unter dem Titel The State of Mozilla geht hervor, dass die Einnahmen im Vergleich zu 2009 um 18 Prozent auf 123 Millionen US-Dollar gestiegen sind.

Die Einnahmen werden hauptsächlich durch Partnerschaften mit Betreibern von Suchmaschinen wie Google, Bing oder Yahoo und Plattformen wie Amazon und Ebay erzielt. Den Einnahmen stehen Ausgaben in Höhe von 87,3 Mio. US-Dollar gegenüber. Der überwiegende Teil ging mit 62,5 Mio. US-Dollar in die Entwicklung der Software-Pakete Firefox und Thunderbird. Weitere große Posten waren Verwaltungskosten in Höhe von 12,2 Mio. US-Dollar,  Marketing mit 9,8 Mio. US-Dollar und Programmservices mit 2,5 Mio. US-Dollar. Der Gewinn vor Steuern belief sich auf 35,85 Mio. US-Dollar. Das Gesamtvermögen der Mozilla Foundation stieg von 143 Mio. US-Dollar im Jahr 2009 auf 169 Mio. US-Dollar im vergangenen Jahr.

Gleich am Anfang des Reports nimmt Mozilla Stellung zu den Herausforderungen der Zukunft. An erster Stelle stehen hierbei Wirtschaftsunternehmen, die versuchen, im mobilen Sektor Parallelwelten unter ihrer Kontrolle zu verkaufen.

Mozilla begrüßt mehr Wettbewerb im Browsermarkt und verdeutlicht, dass jeder Browseranbieter natürlich seine eigenen Ziele verfolgt. Mozilla sei angetreten, die allzeit freie Alternative anzubieten und werde dies auch in Zukunft bleiben. Als Schritte in diese Richtung sieht die Stiftung die Einführung des verkürzten Release-Zyklus, der neue Funktionalität schneller zum Nutzer bringt. Weiterhin wird die Portierung des Firefox nach Android als richtiger und wichtiger Schritt in die mobile Zukunft gesehen.

Als Zielgruppe wurde in erster Linie klar der private Nutzer identifiziert. Jedoch bekennt man sich auch zu den Kunden aus dem Behördlichen- und dem Firmenumfeld. Diese übten in der Vergangenheit Kritik an dem verlürzten Release-Zyklus. Das mit dem schnelleren Release einhergehende schnellere Beenden der Unterstützung älterer Versionen sei für sie kein gangbarer Weg.

Mittlerweile wird bei Mozilla an einer Langzeitversion für solche Kunden gearbeitet.

Mitchell Baker, CEO von Mozilla hat in ihrem Blog das Dokument kurz zusammengefasst und kommentiert.

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