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Mozilla 2012 mit automatischen Updates

Mozilla will 2012 automatische Updates einführen. Mittels eines neuen Systemdienstes sollen Updates der Mozilla-Applikationen im Hintergrund stattfinden und den Nutzer entlasten.

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© Mozilla

Seit diesem Jahr werden Nutzer der Programme von Mozilla wesentlich häufiger gebeten, neue Versionen ihres Browsers oder Mail-Clients einzuspielen. Durch die Umstellung auf einen wesentlich kürzeren Veröffentlichungszyklus von 6 Wochen waren Nutzer teilweise verunsichert, ob sie das angemahnte Update wirklich brauchen oder ob es eventuell Probleme bereiten kann.

Da der verkürzte Release-Zyklus nicht nur bei privaten Nutzern, sondern auch bei Firmen und Behörden für Unmut sorgte, versprach Mozilla, alle anstehenden Probleme in nächster Zeit ausräumen zu wollen.

Nun hat man angekündigt, ab dem ersten Quartal 2012 automatische Updates anbieten zu wollen. Dies betrifft nicht nur Firefox, sondern auch den Mail-Client Thunderbird, die Suite Seamonkey und den Mediaplayer Songbird.

Das Problem, automatische Upgrades einzuspielen liegt darin, dass dieser Prozess teilweise administrative Rechte benötigt, die der User explizit gewähren muss. Der neue Systemdienst setzt hier an, und fragt den User einmalig, ob er Updates seiner installierten Mozilla-Programme auch zukünftig vertrauen will und diese automatisch erlaubt.

Damit modifiziert man den Windows-Dienst User Account Control, sodass dieser nicht bei jedem Upgrade nachfragt, wie Brian Bondy in seinem Blog erläutert. Eine technische Erklärung des UAC-Dienstes und der geplanten Modifikation findet sich im Mozilla-Blog. Somit können, wenn der User zustimmt, zukünftig Updates im Hintergrund automatisch heruntergeladen und eingespielt werden.

Der zur Aktualisierung notwendige Neustart des Systems soll erst nach 24 Stunden angemahnt werden in der Hoffnung, dass die meisten Rechner bis dahin sowieso schon neu gestartet wurden. "Silent Upgrades", wie sie bei Mozilla heißen, sind natürlich in den Einstellungen abschaltbar, sodass der Nutzer weiterhin Upgrades zustimmen muss.

Mozilla sieht für den neuen Systemdienst auch weitere Einsatzmöglichkeiten, wie zum Beispiel, Erweiterungen automatisch als kompatibel zu schalten. Angeblich ist die überwiegende Mehrheit der Erweiterungen mit neueren Versionen der Programme kompatibel, auch wenn sie nicht für diese Version geschrieben werden.

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