Browsermarkt

Mozilla gründet Unternehmer-Arbeitsgruppe

Die Mozilla Corporation hat eine Arbeitsgruppe für Unternehmensanwender wiederbelebt, die es vor vier Jahren kurzzeitig schon einmal gab. Hintergrund ist der kürzlich lautstark geäußerte Unmut bei Unternehmen über den neuen Releasezyklus des Browsers Firefox.

Mozilla Foundation

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Mozilla Foundation

Mozilla hatte vor einem Monat, im Rahmen der Umsetzung des neuen, kürzeren Releasezyklus, bekanntgegeben, der Support für Firefox 4 laufe demnächst aus. Daraufhin regte sich Unmut in Unternehmen, die Firefox teilweise auf sehr breiter Basis einsetzen. Die Firmen fanden es unzumutbar, den Browser im Rahmen des neuen 6-wöchigen Releasezyklus zu erneuern, um nicht aus dem Support-Zeitrahmen zu fallen.

Asa Dotzler, der Director of Community Development, tat ein Übriges dazu, indem er in einem Blog äusserte: "Enterprise war nie,  - und ich behaupte, sollte nicht - unser Fokus sein." Das wollten andere Entscheidungsträger bei Mozilla so nicht stehen lassen.

In einem Mozilla-Blog-Eintrag von gestern wird die Wiederbelebung der Mozilla Enterprise User Working Group bekanntgegeben. Im Mozilla-Wiki wird gerade die Ausrichtung der Arbeitsgruppe ausformuliert.

Auf Grundlage der Erkenntnis, dass Unternehmen ganz andere Anforderungen haben als Privatnutzer, sollen IT-Chefs und Entwickler in den Unternehmen zusammen mit den Mozilla-Entwicklern in einen ständigen Dialog treten. Hierfür sind neben persönlichen Treffen auch monatliche Telefonkonferenzen und eine Mailingliste geplant.

Die Telefonkonferenzen sollen jeweils ein begrenztes Thema abhandeln. Die erste Konferenz ist bereits geplant und steht unter dem Thema: "Firefox' neuer Releasezyklus und die Auswirkungen auf Unternehmen." Hierbei geht es darum, dass Firmen mit jeder neuen Version eines Browsers ihre Webseiten, Anwendungen und Erweiterungen neu zertifizieren müssen, was einen unzumutbar hohen Zeitaufwand bedeutet. Die Unternehmen drängen deshalb auf Long-Time-Support Versionen (LTS).

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