Neue AMD-Prozessoren

Trinity: Günstige CPUs mit schneller Prozessor-Grafik

Mit den Prozessoren der Trinity-Baureihe will AMD vor allem den Pentium- und Core-i3-CPUs von Intel Konkurrenz machen.

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© Hersteller

Dabei setzt AMD vor allem auf die schnelle integrierte Radeon-Grafik, die Intels Prozessorgrafik derzeit klar überlegen ist. Bei der Rechenleistung wird es aber immer noch nicht reichen.

Die Mobilvarianten von Trinity, der neuen APU von AMD, sind schon seit einiger Zeit auf dem Markt, nun folgen die Trinity-Prozessoren für Desktop-PCs. Sie lösen die kurzlebige Llano-Generation der Fusion-Prozessoren ab und benötigen mit FM2 einen neuen Sockel, ein Upgrade von Llano-FM1-Boards mit einer neuen Trinity-CPU ist nicht möglich. Die neue Plattform soll dann aber für wenigstens drei Jahre ein Update auf neuere CPUs erlauben.

Die neuen Trinity-Modelle kommen als A4 und als A6 mit zwei Kernen sowie als A6 und als A8 mit vier Kernen auf den Markt Die Quad-Core-Modelle verfügen über vier MByte Level-2-Cache, die Dual-Core-Varianten müssen mit einem MByte auskommen. Die Basis-Taktfrequenzen liegen dabei zwischen 3,2 und 3,8 GHz, ähnlich wie bei den Core-Prozessoren von Intel können die CPUs aber unter Last ihre Taktfrequenz erhöhen. Dieser Turbo-Modus bringt 200 MHz (A4, A6) oder 400 MHz (A8, A10) extra. Bei den K-Modellen ist zudem der Multiplikator offen, sie eignen sich daher besonders gut zum Übertakten. Dazu kommen noch zwei Athlon-X4-Prozessoren mit vier Kernen für den Sockel FM2. Bei ihnen fehlt die in den anderen Modellen integrierte GPU.

Die Plattform für die FM2-Prozessoren trägt den Namen Virgo. Als  Chipsatz dient ein AMD A55, A75 oder A85X mit integriertem USB-3.0-Controller und beim A85X sogar acht SATA-Ports mit 6 GBit/s (SATA 3).

Die neuen Trinity-CPUs  basieren auf dem neuen Piledriver-Core, der auf der Bulldozer-Architektur basiert.  Jeweils zwei Integer-Cores teilen sich dabei eine 256-Bit-Fließkommaeinheit. Zudem ist auf dem Die eine Radeon-HD-7000-Grafik integriert, die bei den verschiedenen Modellen unterschiedlich stark ausfällt. So besteht die HD 7660D im A10 aus 384 Radeon-Cores, die HD 7560D im A8 aus 256 Cores. Die beiden Dual-Core-Prozessoren A6 und A4 verfügen über eine integrierte Grafik mit 192 bzw. 128 Cores. Wie schon bei Llano läuft auch bei Trinity eine zusätzliche Radeon-Grafikkarte mit der integrierten Grafik im Crossfire-Modus. Aber auch ohne zusätzliche Grafikkarte reicht die Leistung der schnellen integrierten Radeons auch schon für viele DX11-Spiele aus, wenn man die Qualitätssettings Die Desktop-Trinty-Prozessoren sind von AMD als Konkurrenz zu Intels Pentium-Modellen und dem Core i3 gedacht.

Dementsprechend sind auch die Preise gestaltet: Sie liegen zwischen ca. 50 Euro für den A4-5300 und 120 Euro für das Spitzenmodell A10-5800K. In der Rechenleistung dürften auch die Desktop-Varianten der Trinity-CPUs unter ihren entsprechenden Intel-Pendants liegen. Speziell bei Applikationen ohne Multithreading ist die Piledriver-Architektur den Core-Prozessoren deutlich unterlegen.

Dafür ist die Radeon-Grafik speziell beim A10 und A8 viel schneller als eine Intel HD 4000, die im Core i3-3225 integriert ist, der ebenfalls etwa 120 Euro kostet. PCI Express 3.0 unterstützt der in Trinity integrierte PCIe-Controller noch nicht. Bei der Leistungsaufnahme wird der in einer 32-Nanometer-Technik gefertigte Trinity den 22-Nanometer-Ivy-Bridge-CPUs von Intel nicht das Wasser reichen können.

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© AMD Llano/Trinity

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