Wir machen Technik einfach
Plagiat-Finder

Minister zu Guttenberg bekommt PlagiarismFinder geschenkt

Aus gegebenem Anlass hat die Paderborner Firma Mediaphor dem Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg eine Vollversion ihres Programms "PlagiarismFinder" geschenkt. Das Windows-Programm führt eine Ähnlichkeitsanalyse im Web durch und zeigt gezielt auf, ob ein Text "Vorbilder" im Web hat - also, ob und wo abgeschrieben worden sein könnte. Das Programm könnte auch hilfreich sein für die Rechercheure, die auf der eigens eingerichteten Seite "GuttenPlag Wiki" Plagiat-verdächtige Textstellen zusammentragen.

Schachtel des Programms PlagiarismFinder

© Mediaphor

Schachtel des Programms PlagiarismFinder

Hintergrund: Mit seiner Arbeit "Verfassung und Verfassungsvertrag: Konstitutionelle Entwicklungsstufen in den USA und der EU" hat Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg den Doktorgrad erworben. Nun steht der Minister mit eben dieser Arbeit in der Kritik: Er soll Texte anderer Autoren verwendet haben, ohne sie als Zitat kenntlich oder sie namentlich als Quelle im Anhang genannt zu haben.

Was anfangs nur einem Jura-Professor auffiel, ist inzwischen fast eine Volksbewegung im Internet geworden: Im GuttenPlag-Wiki nehmen Freiwillige die Doktorarbeit von Karl-Theodor zu Guttenberg unter die Lupe und tragen laufend Plagiat-verdächtige Textstellen zusammen.

Unterdessen hat die Paderborner Firma Mediaphor dem Minister eine Vollversion ihrer Software PlagiarismFinder geschenkt, die per Post an ihn unterwegs ist. Nach Ansicht von Mediaphor hätte ein rechtzeitiger Einsatz dieses Programms die jetzige Diskussion vermeiden können. Selbstverständlich könne der Minister es auch einsetzen, um die Arbeiten seiner politischen Gegner zu untersuchen.

PlagiarismFinder 2.0...

PlagiarismFinder 2.0 importiert Texte in den Formaten doc, docx, ppt, pptx, xls, xlsx, pdf, rtf, txt, hlp und html und in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch und Niederländisch. Jede zu prüfende Datei darf bis zu 1.000 Seiten lang sein, und bis zu 1.000 Dokumente lassen sich auf einmal im Batch-Modus testen. Es können Filter programmiert werden, um bestimmte URLs von der Analyse auszuschließen. Gefundene Plagiate werden vom Programm als solche gekennzeichnet und eine Statistik erstellt, wieviel Prozent des Textes sie ausmachen. Die Plagiatssuche ist vom eigenen Rechner aus möglich, ohne Texte auf andere Server hochzuladen.

... kostenlos testen

Der PlagiarismFinder 2.0 läuft unter Windows 2000, XP, Vista und 7 (auch 64 Bit) zur Verfügung und setzt einen schnellen Internet-Anschluss voraus (mindestens DSL 1.000). Im Preis von 149 Euro sind zwei Jahre kostenlose Online-Updates enthalten. Eine kostenlose 30-Tage-Testversion (3,7 MB) steht auf der Homepage zum Download bereit.

Mehr zum Thema

Xiaomi Air 13
Business-Ultrabook

Im Angebot gibt es das starke Xiaomi Air 13 für 525,34 Euro statt über 600 Euro. Der Business-Laptop nimmt es mit Ultrabooks von HP, Lenovo und Co.…
Pokemon GO Sonnenwende Event 2017
Equinox 2017

In Pokémon GO startet ab 22. September der Sonnenwende-Event. Es winken doppelter Sternenstaub, spezielle 2-KM-Eier und neue Items.
Ransomware Locky
Ransomware per Spam-Mail

Die Ransomware Locky treibt als Anhang in einer E-Mail wieder ihr Unwesen. So erkennen Sie aktuelle Locky-Angriffe und schützen sich vor…
Nvidia Shield TV
TV-Box mit Android

Nvidia bringt seinen Spiele/Streaming/Multimedia-Alleskönner jetzt als TV-Edition auf den Markt. Wir haben Infos zu Release und Preis.
Windows 10 Creators Update
Entwicklung seit Release

Microsoft verrät Zahlen, wonach das Creators Update Windows 10 stabiler mache, für mehr Akkulaufzeit sorge, das System schneller Booten lasse und…