Schwimmende Plastikvagina

Japanerin wegen Pussy Boat festgenommen

Für das Crowdfunding-Projekt Pussy Boat verschickte die japanische Künstlerin Megumi Igarashi die 3D-Druck-Vorlage ihrer Vagina und wurde verhaftet.

Wegen ihrem Projekt Pussy Boat ist eine Künstlerin festgenommen worden.

© Screenshot: WEKA; http://youtu.be/O_codtz4XMk

Wegen ihrem Projekt Pussy Boat ist eine Künstlerin festgenommen worden.

Die japanische Künstlerin Megumi Igarashi hat aufgrund ihres Projekts Pussy Boat und dem Abbild ihrer Vagina Ärger mit der Justiz. Bei dem Pussy Boat handelt es sich um ein Kajak in der exakten Nachbildung von Igarashis Vagina. Dafür war eine dreidimensionale Plastik ihres Geschlechtsorgans in Übergröße notwendig.

Um das Projekt realisieren zu können, schickte die 42-jährige Künstlerin die 3D-Druck-Vorlage für eine Plastik ihrer Vagina an 30 Crowd-Funding-Unterstützer, die das Kajak schließlich finanzierten. Der Traum von der schwimmenden Plastikvagina ist mittlerweile Realität und Igarashi hat die Jungfern-Fahrt im Pussy Boat bereits hinter sich.

Nun hat sich allerdings die japanische Justiz eingeschaltet und die Künstlerin wegen der Verbreitung obszönen Materials verhaftet. Ihr wird vorgeworfen, das Bild ihrer Vagina gegen Geld im Internet verschickt zu haben, was in Japan als Verstoß gegen die Sittengesetze gilt. Igarashi widerspricht den Anschuldigungen und versucht nun gemeinsam mit ihrem Anwalt der Strafe zu entgehen. Schlimmstenfalls drohen ihr zwei Jahre Gefängnis oder etwa 18.000 Euro Geldbuße.

Das Kajak war nicht das erste Kunstwerk, das auf Igarashis Vagina basiert. Mit ihrer Kunst versucht Igarashi, die auch unter dem Namen Rokudenashiko (etwa: nichtsnutziges Mädchen) bekannt ist, auf die schlecht bestellte Aufklärung der weiblichen Jugend in Japan aufmerksam zu machen. Das weibliche Genital ist in der japanischen Gesellschaft praktisch inexistent und darüber zu sprechen gilt als Tabu. So verwundert es nicht, dass die 42-jährige mit ihren Vagina-Modellbildern für Aufsehen sorgte.

Ihre Werke stehen unter dem Titel Decoman (etwa: dekorierte Vagina), eine Kombination aus decorated und manko, dem japanischen Begriff für Vagina. Zu den Werken gehören auch Kettenanhänger oder Handyhüllen mit dem Abdruck ihres Geschlechtsorgans. Wann Igarashi ihr nächstes Vagina-Projekt umsetzen kann, bleibt abzuwarten.

Megumi Igarashi

© Screenshot: WEKA; http://youtu.be/Uop3-rMGjE0

Die Vaginale Kampfszene ist nur eines von vielen dekorierten Vagina-Modellbildern.
Megumi Igarashi Schule

© Screenshot: WEKA; http://youtu.be/pz4U9oXewuA

Bei diesem Vagina-Modellbild handelt es sich um eine Mädchen-Schule.

Japan 'vagina artist' arrest sparks debate

Quelle: myall you
2:08 min

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