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23. Januar 2012
Sharehoster: Megaupload-Gründer Schmitz weiter in Haft Bild vergrößern 300 300 http://img1.magnus.de/Megaupload-Gr-nder-Schmitz-weiter-in-Haft-r300x300-C-4ce33a96-51671091.jpg © Megaupload
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Megaupload-Gründer Schmitz weiter in Haft

Am Freitag wurde der Filehoster Megaupload geschlossen und dessen Betreiber Kim 'Dotcom' Schmitz und andere Personen in einer Aktion des FBI zusammen mit der neuseeländischen Polizei verhaftet. Darauf brach eine Welle des Protestes im Internet aus.

Bei der Aktion mit Unterstützung des FBI wurde das neuseeländische Anwesen von Kim Schmitz durchsucht, 4 Personen, darunter der Hausherr, festgenommen, und Vermögenswerte in Höhe von rund 175 Millionen US-Dollar von 64 Bankkonten sowie wertvolle Gemälde und rund 20 Luxuskarossen beschlagnahmt. Weiterhin wurden im Rahmen der Aktion 18 Domains geschlossen.

Eine Freilassung auf Kaution für Kim Schmitz lehnte ein neuseeländischer Haftrichter ab, sodass Schmitz seinen 38. Geburtstag am Samstag in Haft verbrachte.

Seine Firma soll laut FBI der US-Unterhaltungsindustrie einen Schaden von rund 500 Millionen US-Dollar verursacht haben. Schmitz und seinen Mitstreitern drohen nun 5 bis 20 Jahre Haft, sollten sie an die USA ausgeliefert werden.

Die Verhaftung des Kim 'Dotcom' Schmitz, schillernde Person mit Tendenz zum Größenwahn, löste bei der Internetgemeinde eine nie da gewesene Protestwelle aus. Die Aktivisten von Anonymous berichten, dass sich rund 6000 Personen am Freitagabend an der zeitweisen Stilllegung der Internetseiten des US-Justizministeriums sowie von Musikkonzernen und -verbänden beteiligten.

Die Aktion des FBI gegen Megaupload fand in der gleichen Woche statt, in der am Blackout Day zahlreiche Webseiten ihr Angebot geschlossen hielten und der US-Senat daraufhin seine umstrittenen Internet-Zensurgesetze SOPA und PIPA vorerst auf Eis legte.

Offensichtlich werden solche Gesetze auch nicht wirklich gebraucht, wenn die US-Justizbehörden eine Aktion wie die Schließung von Megaupload, an der Hunderte von Beamten in mindestens 8 Ländern weltweit zeitgleich beteiligt waren, durchführen können. Auch das deutsche Bundeskriminalamt war an der Aktion beteiligt.

Die Piratenpartei äusserte sich als erste politische Kraft und findet es sehr besorgniserregend dass "im Auftrag der Contentmafia drei deutsche Staatsbürger in Neuseeland verhaftet werden, weil sie angeblich gegen amerikanisches Copyright verstoßen haben“



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