Aldi-PC mit Windows 8

Meinung zum Medion Akoya P5220 D - Gaming-Power mit Einschränkungen

Seit dem 7. Januar 2013 steht bei Aldi Nord und Aldi Süd der Medion Akoya P5520 D inklusive Windows 8 für 599 Euro. Unsere Meinung: Die i5-3350P-CPU von Intel (Ivy Bridge) ist flott und die 2-Terabyte-Festplatte bietet viel Platz für Multimedia. Wie viele Tests zeigen, geht der Nvidia-Grafikkarte Geforce GTX 650 bei anspruchsvollen Spielen jedoch schnell die Luft aus.

Der neue Aldi-PC Medion Akoya P5220 D (MD8816) mit Gaming-Leistung mit Einschränkungen.

© Screenshot: medion.com

Der neue Aldi-PC Medion Akoya P5220 D (MD8816) mit Gaming-Leistung mit Einschränkungen.

Der Medion Akoya P5520 D steht ab dem 7. Januar 2013 wieder in den Regalen der Discounter Aldi Nord und Aldi Süd. Der Rechner mit Windows 8 ist nicht neu, das Modell mit der Bezeichnung MD8816 fand sich bereits im November 2012 in vielerorts ausliegenden Aldi-Prospekten. Aldi beziehungsweise Medion bewerben das Gerät als "High Performance PC [mit] Gaming Power". Dafür verantwortlich sollen der Ivy-Bridge-Prozessor Intel Core-i5-3350P, 4 GB DDR3-RAM und die Nvidia Geforce GTX 650 zeichnen.

Unsere Meinung zum Medion Akoya P5520 D, kurz und knapp: Der Rechner taugt CPU-begünstigt für alltägliche und auch aufwendige Multimedia-Arbeiten, beim Thema Spiele sollten Interessierte GPU-bedingt jedoch nicht allzu optimistisch sein. Der Prozessor bietet vier Kerne mit jeweils 3,1 GHz Standardtakt. Der Turbomodus steigert den Takt bei aufwendigen Aufgaben auf bis zu 3,3 GHz. Der Prozessor hat also genügend Leistung und beherrscht alle aktuellen Befehlssätze, auf eine integrierte Grafiklösung müssen Nutzer jedoch verzichten. Eine solche braucht ein waschechter Gamer-PC ohnehin nicht.

Medion Akoya P5220 D (MD8816): schwache Grafikkarte

Dafür verbaut Medion eine Nvidia Geforce GTX 650: im Grunde genommen eine abgespeckte Kepler-Grafikkarte. Zwar taugt sie für viele aktuelle Spiele, die technisch nicht besonders anspruchsvoll sind. Doch bei aktuellen Grafik-Highlights wie etwa Battlefield 3 mit seiner ebenso hübschen wie leistungshungrigen Optik sind auf hohen Auflösungen schnell Bildraten von unter 25 FPS erreicht. Der Durchschnittsspieler nimmt unter 25 Bildern pro Sekunde eine stockende Bewegung wahr, viele Gamer setzen diese Grenze gerne höher.

Medion Akoya P5220 D (MD8816): guter Preis

Leidenschaftliche Spieler müssten mit dem Medion Akoya P5520 D also schon jetzt Abstriche machen, wenn sie einen topaktuellen Titel ruckelfrei und ohne Einbußen bei der Grafikqualität auf einem Full-HD-Monitor oder -Fernseher genießen möchten. Doch wer nicht ständig die neuesten und technisch aufwendigsten Blockbuster spielt und bei Bedarf auf das eine oder andere Grafikdetail verzichten kann, kann beim dennoch guten Preis von 599 Euro für einen kompletten PC mit der hier gegebenen Ausstattung nicht viel falsch machen. Vor allem, wenn hauptsächlich Aufgaben wie Bildbearbeitung, Videoschnitt oder -Kodierung auf der Tagesordnung stehen.

Medion Akoya P5220 D (MD8816): Aufrüstmöglichkeiten

Je nach Nutzervorlieben würde dabei der sonst mit 4 GB RAM ausreichend ausgestattete Arbeitsspeicher den nächsten Flaschenhals darstellen. Beim Aufrüsten muss man hier jedoch bedenken, dass beide vorhandene Speicherbänke des Aldi-PCs mit jeweils 2-GB-Riegeln belegt sind. Es bietet sich bei Bedarf also nur der Komplettaustausch anstatt einer zusätzlich egänzenden Bestückung an.

Dafür ist die Festplatte mit zwei Terabyte Kapazität sehr ordentlich dimensioniert. Genug für unzählige Urlaubsbilder, -Videos oder selbige von Partys, Events und mehr. Wer will, kann später auch eine leistungsfähigere Grafikkarte nachrüsten und / oder eine SSD zusätzlich zum bestehenden HDD-Laufwerk verbauen. Das Mainboard unterstützt dafür den schnellen "SATA 6 GB/s"-Standard, um die maximale Leistung aus aktuellen SSD-Laufwerken zu erzielen.

Medion Akoya P5220 D (MD8816): Lieferumfang

Der Medion Akoya P5220 D kommt neben den genannten Eckpunkten noch mit Windows 8 auf Recovery-DVD, einem Softwarepaket sowie mit Maus und Tastatur. Zur Ausstattung gehören ferner drei USB 3.0- und fünf USB 2.0-Anschlüsse sowie Gigabit-LAN, WLAN-n, ein Kartenleser, HDMI, 6-Kanal-Audio-Chip und mehr. Auf dem Gehäuse finden Nutzer auch den Medion-Datenhafen vor. Dabei handelt es sich um ein Anschlussdock für externe Datenträger, exklusiv für bestimmte Medion-Laufwerke. Das Gehäuse bietet außen eine schwarze Hochglanzoptik und innen Standard ohne Extras. Tipp: Folgen Sie dem PC Magazin auf Facebook.

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