Sicherheit

Mangelnde Datensicherheit bei USB-Sticks

Sophos, Hersteller von Anti-Viren Software, hat untersucht, wie es Nutzer von USB-Sticks mit dem Schutz ihrer Daten halten.

Mangelnde Datensicherheit bei USB-Sticks

© Wolf Hosbach

Mangelnde Datensicherheit bei USB-Sticks

Um der Frage auf den Grund zu gehen, hat Sophos im Großraum Sidney ein Experiment gestartet. Bei einer der turnusmäßigen Versteigerungen der Rail Corporation New South Wales, bei der auch die in den Zügen von Passagieren vergessenen USB-Sticks versteigert werden, erwarb Sophos einen Posten von 50 Stück. Im Labor wurden die USB-Sticks dann untersucht. Das erste Ergebnis war, dass keiner der 50 Sticks mit Kapazitäten von 256 MByte bis 8 GByte verschlüsselt war. Bei der Untersuchung, wie stark die Sticks von Viren und anderen Schädlingen befallen sind, stellte sich heraus, dass 33 Stück - oder 66 Prozent - mit Malware infiziert waren, manche sogar mehrfach. Interessant dabei ist, dass 7 von diesen 33 infizierten Sticks laut ihrer Formatierung Mac OS-Nutzern gehören oder intensiv unter Mac OS genutzt wurden.Paul Ducklin, Leiter der Abteilung Technology bei Sophos in der Asia-Pazifik Region, sagte dazu: "Erschreckend war, dass keiner der Sticks verschlüsselt oder passwortgeschützt war. Auch wird klar, dass Apple-Nutzer nicht vor Malware geschützt sind."Die Forscher fanden teilweise sehr private Daten familiären und beruflichen Ursprungs. Darunter waren Bilder, Dokumente, Source Code, Audio- und Video-Dateien, XML und sogar AutoCAD-Zeichnungen."Zum Glück", sagt Ducklin, "fanden wir keine Staats- oder Militärgeheimnisse oder Kreditkartendaten auf den untersuchten USB-Sticks, aber was wir fanden, war privat genug, um nicht in fremde Hände zu fallen. Offenbar machen sich die Nutzer von PCs im Allgemeinen und von solch verlustanfälligen Dingen wie USB-Sticks viel zu wenig Gedanken um Datenhygiene"

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