[Un]Sicherheit

LulzSec Hacker rufen zum Kreuzzug gegen Regierungen

Die Hacktivisten der Hackergruppe LulzSec haben in ihrer unbekümmert-überheblichen Art ein Manifest veröffentlicht in dem sie zur "Operation Anti-Security (#AntiSec)" aufrufen. Ziel ist es, weltweit möglichst viele Regierungseinrichtungen im Internet anzugreifen.

LulzSec Logo

© lulzsec

LulzSec Logo

Den Anfang machten die lachenden Hacker selbst, indem sie die Seite der Serious Organised Crime Agency (SOCA) in England lahmlegten.

Dafür, dass von LulzSec vor einigen Wochen noch nie jemand etwas gehört hatte, haut die vermutlich von Anonymous abgesplitterte Gruppe ganz schön auf den Putz.  Das Manifest mit dem Aufruf zu #AntiSec erschien, wie immer unprätentiös, in einem Pastebin, und ruft alle, denen die Freiheit des Internet etwas wert ist, dazu auf, möglichst viele Regierungsseiten weltweit zu defacen und mit #AntiSec-Logos zu verzieren.

Die umtriebigen Hacker , die ihr Selbstverständnis vor ein paar Tagen in einem offenen Brief darlegten, lassen bei ihren Aktionen, absichtlich oder nicht, nicht immer eine klare Linie erkennen. Sie verteidigen in ihrem Brief an Freund und Feind ihr Vorgehen, gestohlenen Datensätze mit persönlichen Angaben zu veröffentlichen damit, dass es besser sei, die betroffenen Personen wissen zu lassen, dass ihre Daten dort, wo sie gestohlen wurden, nicht ausreichend gesichert waren, als die Daten für sich zu behalten, zu welchem Zweck auch immer.

Sicherheitsexperten sehen im derzeitigen Hacking-Boom die wirkliche Gefahr nicht bei Gruppen wie LulzSec, sondern bei kriminellen Nachahmern, denen es um Profit geht, und die aus den Aktionen der Spasshacker Vorteil für ihre eigenen Raubzüge ziehen.

Ein Effekt der vermehrten Hackertätigkeit der letzten Zeit ist laut Reuters die Tatsache, dass das Weisse Haus eine Verdoppelung der Höchststrafe für die  potentielle Gefährdung der internen Sicherheit der USA durch Hacks von Regierungsstellen von 10 auf 20 Jahre fordert.

LulzSec auf Twitter

© Archiv

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