Linkhaftung 10.000 Twitter-Nutzern droht Klage eines britischen Politikers
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Twitter-Nutzer sollen künftig darüber nachdenken, was sie im sozialen Netzwerk veröffentlichen. Das zumindest möchte der britische Politiker Robert Alistair McAlpine erreichen, indem er rund 10.000 Twitter-Nutzern mit einer Klage droht. Hintergrund ist ein BBC-Bericht, der McAlpine des Kindesmissbrauchs beschuldigt. Die Vorwürfe stellten sich als falsch heraus und das britische Fernsehnetzwerk hat sich entschuldigt und eine Strafe von rund 230.000 Euro gezahlt. Außerdem verlor der damalige Senderchef Georg Entwistle seinen Arbeitsplatz. Nach der Veröffentlichung des falschen Berichts gab es auf Twitter viele Tweets und sogenannte „Retweets“ zum Thema.
„Retweets“ entsprechen einer Weiterverbreitung von etwas Veröffentlichtem: sozusagen eine Unterstützung für den Urheber des jeweiligen Beitrags auf Twitter. Für McAlpine ist das „retweeten“ genauso schlimm wie ein Erstbeitrag, er möchte seinen Ruf nun reinwaschen und jegliche Spuren und Verweise auf den falschen BBC-Bericht beseitigen. Er engagierte angeblich ein Team, das alle Twitter-Nutzer ausfindig machen soll, die entsprechende Beiträge im sozialen Netzwerk verfasst, beziehungsweise weiterverbreitet haben.
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