Lytro

Lichtfeldkamera stellt Fototechnik auf den Kopf

Die Kamera von Lytro sieht unscheinbar aus und erinnert kaum an eine konventionelle Digitalkamera. Doch die Lichtfeld-Technik im Inneren ist revolutionär. Sie ermöglicht eine Fokussierung des Bildes, wenn die Aufnahme längst im Kasten ist.

Lichtfeldkamera stellt Fototechnik auf den Kopf

© Lytro

Lichtfeldkamera stellt Fototechnik auf den Kopf

Im Inneren der Lytro-Kamera steckt ein 8fach-Objektiv mit einer durchgehenden Anfangsblendenöffnung von f/2,0, das auch beim Zoomen nicht aus dem Gehäuse heraus fährt. Auf der gegenüberliegenden Seite ist ein rechteckiger Touchscreen eingebaut, über das die meisten Kamerafunktionen mit dem Finger gesteuert werden. Wer will, kann auch die Fotos darauf betrachten.

Lichtfeldkameras nehmen nicht nur die Farbe und die Intensität des einfallenden Lichtes sondern auch dessen Ursprungsrichtung auf. Möglich macht das ein winziges Linsenraster. Es sitzt ähnlich eines Insekten-Facettenauges direkt vor dem Sensor. Die Kameraelektronik gewinnt daraus ein Bild mit einem sehr weiten Schärfetiefenbereich, der schichtartig ausgewählt werden kann. So kann der gewünschte Schärfepunkt später gewählt werden. 

Die entstehende Datei kann auf den Rechner per USB übertragen und zum Onlinebilderdienst von Lytro herauf geladen werden. Um sie zu betrachten, wird ein spezieller Flashplayer eingeblendet. Auf Geräten wie dem iPad wird der Player mit HTML5 realisiert.

Der Anwender kann mit der Maus auf dem Bild den gewünschten Fokuspunkt setzen. Schon nach wenigen Sekunden stellt die Abspielsoftware auf den entsprechenden Bereich scharf. Ein Doppeklick vergrößert den Bildausschnitt.

Die Auflösung seiner Kamera nannte Lytro zur Vorstellung des gerade einmal 41 x 41 x 112 mm großen Geräts nicht. Unternehmensgründer Ren Ng, der die Lichtfeldfotografie zum Thema seiner Dissertation machte, beschrieb die Auflösung jedoch als HD-tauglich. Das würde selbst bei Full-HD im besten Fall nur eine Kantenlänge von 1.080 Pixeln andeuten, denn die Fotos aus der Kamera sind quadratisch.

Die Lichtfeldkamera soll erst 2012 auf den Markt kommen. Sie ist ganz im Gegensatz zu "normalen" Digitalkameras mit einem fest integrierten Akku sowie internem Flashspeicher ausgerüstet. Lytro will sie mit 8 und 16 GByte Speicherplatz anbieten, der nach Angaben des Herstellers genügend Platz für 350 beziehungsweise 750 Bilder bietet. Das kleinere Modell wird 399 US-Dollar kosten, das mit 16 GByte Flashspeicher wird für 499 US-Dollar angeboten. Vorbestellungen werden derzeit nur aus den USA angenommen.

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Die Kamera von Lytro sieht unscheinbar aus und erinnert kaum an eine konventionelle Digitalkamera. Doch die Lichtfeld-Technik im Inneren ist…

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