Alternative zu OpenOffice

OpenOffice-"Nachfolger" LibreOffice erschienen

Die OpenOffice-Alternative LibreOffice ist jetzt in der ersten stabilen Version 3.3 veröffentlicht worden - vier Tage, nachdem die Open Document Foundation den Release Candidate 4 freigegeben hatte (wir berichteten).

Screenshot Libre Office

© Open Document Foundation

Screenshot Libre Office

Die neue Version enthält zahlreiche Verbesserungen, u.a. kann LibreOffice 3.3 Dokumente in reinem XML-Format öffnen und speichern sowie PDFs und SVGs importieren. ODS-, DBF- und XLS-Dateien importiert es schneller als bislang. Der "Speichern unter"-Dialog zeigt alle passenden Dateiformate an, der Druckdialog wurde übersichtlicher und der Navigator bekam eine Baumstruktur. LibreOffice Writer kann jetzt Formularfelder in MS-Word-Dokumenten einfügen. 

Die Tabellenkalkulation Calc unterstützt nunmehr - wie auch OpenOffice und MS Excel - bis zu einer Million Zeilen und hat die farbigen Register für Tabellen aus OpenOffice.org 3.3 übernommen. Ein neues Tabellenblatt kann einfach per Klick auf ein Symbol angelegt werden, und das Zahlenformat ist automatisch "dezimal".  Gitterlinien lassen sich per Mausklik ein- und ausblenden. In den Zellen ist Autovervollständigen mittels Tabulator-Taste möglich, der Cursor kann mittels spezieller Tastenkürzel zwischen den Referenzen der Formeln hin- und herbewegt werden. 

Die Version 3.3 von LibreOffice stellt Bedienoberflächen in mehreren Sprachen bereit, darunter auch Deutsch. Es gibt sie für folgende Betriebssysteme und Prozessoren auf der Webseite des Projektes:

  • Windows
  • Linux x86 rpm & deb
  • Linux x64 rpm & deb
  • MacOS X ppc und Intel-Processor

In unserem Test unter Windows 7 64-Bit ließ sich LibreOffice 3.3 problemlos parallel zu OpenOffice.org installieren und kam ohne JavaVM aus. Ein unter OpenOffice.org installierter Duden Korrektor wurde auch automatisch in LibreOffice übernommen, bei einer nachfolgenden Deinstallation von OpenOffice.org mussten lediglich die Dateiverknüpfungen neu zugewiesen werden.

Unter Linux gibt es Probleme mit der libcairo.so.2, die mitgelieferte scheint nicht zu funktionieren. Die Abhilfe ist sehr einfach: Man kopiere die libcairo.so.2 aus dem Verzeichnis /usr/lib oder /usr/lib64 in das LibreOffice-Verzeichnis. Das Programmpaket installiert sich unter /opt. Die persönlichen Einstellungen von OpenOffice.org werden aus dem home-Verzeichnis übernommen.

LibreOffice basiert auf dem Quellcode von OpenOffice.org. Eine Reihe von Entwicklern hatten das OpenOffice-Projekt wegen Meinungsverschiedenheiten mit Oracle, dem die Namensrechte gehören, verlassen und die Open Document Foundation gegründet. Inzwischen arbeiten über 100 Entwickler an LibreOffice. 

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