Kompaktkamera

Leica X2 - Moderate Aktualisierung

Mit der X2 bringt Leica eine aktualisierte Version seiner Kompaktkamera mit Spiegelreflex-Qualitäten. Die Verbesserungen gegenüber der X1 betreffen vor allem Sensor, Autofokus und Geschwindigkeit.

Leica X2 - Moderate Aktualisierung

© Leica

Leica X2 - Moderate Aktualisierung

Die schlechte Nachricht zuerst: Zoom wie bei Canon G1 X oder gar Wechselobjektive wie bei der Fujifilm X-Pro1, wie von vielen Leica-Fotografen erhofft, bietet auch die neue Leica X2 nicht. Sie kommt unverändert mit dem fest integrierten Leica Elmarit 2,8/24 mm Asph. als Objektiv, das etwa der klassischen, leicht weitwinkligen KB-Reportagebrennweite 35 mm entspricht.Neu bei der Leica X2 ist der 16-Megapixel CMOS-Sensor im APS-C-Format. Er arbeitet jetzt in einem erweiterten Empfindlichkeitsbereich von ISO 100-12500. Trotz der höheren Pixelzahl auf der gleichen Fläche verspricht Leica geringes Bildrauschen, einen hohen Dynamikumfang und eine akkurate Farberkennung. Von der erhöhten Auslesegeschwindigkeit des neuen Sensors soll auch die Schnelligkeit der Autofokus-Reaktion profitieren. Serienbelichtungen von jetzt maximal 8 Fotos hintereinander nimmt die X2 jetzt mit maximal 5 B/s auf. Diese können als DNG-RAW und/oder JPEG-Dateien gespeichert werden.

Bei dem geringfügig schmalerem und höherem Gehäuse im alten Leica-M-Stil fällt vor allem der erhöhte Zubehör- und Systemblitzschuh für die Leica-Blitzgeräte SF 24D und SF58 auf. Dieser kann, anders als bei der X1, jetzt den neuen, elektronischen Visoflex-Aufstecksucher EVF2 mit 466666 RGB-Pixeln aufnehmen, den Leica optional anbietet. Er sieht auf dem Foto genauso aus wie der Olympus-Sucher VF-2 zu den Pen-Kameras und nicht wie der LVF2 von Panasonic zur Lumix GX1. Zur X2 passt auch der schon von der X1 bekannte optionale optische Leuchtrahmen-Sucher. Unverändert geblieben ist außer dem Objektiv auch der nur 2,7" große LCD-Monitor mit nur mäßiger 76666-RGB-Pixel-Auflösung. Wie schon bei der X1 dient ein ausfahrbarer Mini-Blitz auch bei der X2 der Vordergrundaufhellung.Bei der Bedienung und Kamerasteuerung reicht das Leica X2-Angebot von Programmautomatik bis hin zu manuellen Einstellungen sowie diversen Belichtungsmess- und AF-Charakteristika inklusive Gesichtserkennung. Abgesehen von Aufnahmemodi wie Standard, dynamisch, natürlich und Schwarzweiß verzichtet Leica bei der X2 auf weitergehende, bei anderen Digitalkameras beliebte Features. Motivprogramme, automatische Szenenerkennung oder Digital-Effekte finden sich ebenso wenig wie eine (HD-)Videofunktion. Die klassischen Bedienungselemente und die klare Menüführung geben keine Rätsel beim Umgang mit der X2 auf. Leicht modifiziert hat Leica die Haptik der X2-Bedienungselemente, die Belederung und die Oberflächen. Die Leica X2 ist ab sofort in einer unauffällig schwarzen und einer traditionell silberfarbenen Variante für 1750 Euro erhältlich. Mit Adobe Photoshop Lightroom ist eine professionelle digitale Workflow-Lösung für Apple Mac OS X und Microsoft Windows im Preis enthalten. Der elektronische Aufstecksucher EVF2 kostet 400 Euro, der Leuchtrahmen-Sucher 300 Euro und der Extra-Handgriff 100 Euro. Zudem bietet Leica passende Kamerataschen zu Preisen zwischen 70 und 150 Euro an.

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Leica X2

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