Digitale Fotografie - Test & Praxis

"Leben und sterben in Palermo" - Fotoausstellung von Letizia Battaglia

Mit der Ausstellung ""Vivere e morire a Palermo - Leben und sterben in Palermo" erfährt das Werk der sizilianischen Fotografin Letizia Battaglia eine verdiente

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Mit der Ausstellung ""Vivere e morire a Palermo - Leben und sterben in Palermo" erfährt das Werk der sizilianischen Fotografin Letizia Battaglia eine verdiente Würdigung. Die vom italienischen Kulturinstitut Wolfsburg und die Fachhochschule Hannover im Design-Center auf der Expo Plaza in Hannover in Szene gesetzte Ausstellung beginnt am 11. November. Neben Bildern von Mafiamorden- und Anschlägen, die Battaglia weltberühmt gemacht haben, erzählt die Ausstellung von Glanz und Elend der Stadt Palermo: von den Traditionen, den Blicken, den Stadtvierteln, den Feier- und den Trauertagen, dem täglichen Leben und den vielen Gesichtern der Macht in einer Stadt voller Widersprüche.

Die heute 74jährige Fotografin hat zwischen 1970 und 1994 in Palermo die Morde der Mafia in über 600.000 Aufnahmen dokumentiert. Zur Eröffnung der Ausstellung ist Leoluca Orlando, der ehemalige Anti-Mafia-Bürgermeister von Palermo eingeladen worden, um die Laudatio zu halten. Letizia Battaglia wird im Anschluss an die Eröffnung im Hörsaal ihre Bilder zeigen und über ihre Arbeit berichten. In den 70er und 80er Jahren ereigneten sich in Palermo fast täglich bis zu fünf Schießereien und Mordanschläge, an denen die Mafia beteiligt war. Sowie im Polizeifunk eine solche Tat gemeldet wurde, setzte sich Letizia Battaglia auf ihre Vespa und raste zum Tatort.

Ihre Bilder zeigen die Brutalität, mit der die Mafia gegen ihre Feinde vorgeht. Dabei waren ihre Fotos niemals sensationslüstern oder geschmacklos, sondern geprägt von der Anteilnahme an den Opfern. In den Augen vieler Kritiker sind sie mehr als bloße Dokumentation, sondern haben eine künstlerische Dimension, so eigenartig das im Zusammenhang mit dem Sujet ihrer Fotos klingen mag. Dafür erhielt sie zahlreiche internationale Auszeichnungen, u.a. 1986 den renommierten "New York Times Award Eugene Smith", der damit erstmals einer Europäerin verliehen wurde und 1999 in San Francisco den "Mother Johnson Achievement for Life".

Die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPH) verlieh ihr 2007 den Dr.- Erich-Salomon-Preis, den wohl bedeutendsten deutschen Fotopreis. Ihre Arbeiten wurden in Palermo, Amsterdam, London, Paris, Turin, Montreal, Lausanne, Houston, Stockholm, Pisa, La Coruna, Mailand, Barcelona, Marseille, New York, Washington, Berlin, Rom, Oslo und Moskau ausgestellt.

Ort: Atrium des Design-Centers der Fachhochschule Hannover, Expo Plaza 2 Datum: 12. Nov. bis 11. Dez. 2009 Uhrzeit: Mo.-Fr. 9-20 Uhr, (Sa. Und So. geschlossen) Eintritt: Für Ausstellungsbesucher frei Eröffnung: Mittwoch, den 11. November um 18 Uhr (u.a. mit einer Einführung von Leoluca Orlando und einem Fotovortrag von Letizia Battaglia/ Eintritt für die Eröffnungsveranstaltung: 3 Euro) www.fotofestival-hannover.de

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Palermo 1976: Opfer der Mafia
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Letizia Battaglia, Palermo 1993
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Letizia Battaglia, Palermo 1976. Vincenzo Battaglia, ein Opfer der Mafia, seine Frau konnte ihm nicht mehr helfen. Titel: "Frau vor weißen Autos")

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