Krieg an zweiter Front

44 Millionen Hacker-Angriffe gegen Israel registriert

Seit Beginn der Luftoffensive Israels gegen die Hamas im Gazastreifen registrierte die Regierung 44 Millionen Hacker-Angriffe auf staatliche Webseiten. Für Israels Finanzminister entwickeln sich die Auseinandersetzungen mit der islamistischen Palästinenser-Organisation zu einem "Krieg an zweiter Front".

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© https://twitter.com/AlqassamBrigade/status/268791630583193600

Die Hamas antwortet via Twitter auf die Luft-Offensive von Israel im Gaza-Streifen.

Der Gaza-Konflikt zwischen Israel und der Hamas, eine islamistisch-palästinische Widerstandsbewegung, entwickelt sich zu einem Krieg an zwei Fronten. Das zumindest sagt Juwal Steinitz, der israelische Finanzminister. Einerseits ist die Luftoffensive der Israelis zu nennen und andererseits der "Cyberkrieg". Laut den Behörden wurden in den vergangenen vier Tagen über 44 Millionen Hacker-Angriffe auf staatliche Webseiten registriert. Wie es heißt, sollen alle Attacken bis auf eine abgewehrt worden sein. Details über Umfang, Schaden und Folgen blieben die Verantwortlichen schuldig.

Die Hackergruppe Anonymous ließ verlauten , dass auf Grund der Angriffe unzählige Webseiten stillgelegt worden seien. Die Internetgemeinschaft erklärte, man habe sich viel zu lange "verzweifelt darauf beschränkt, die barbarische, brutale und verabscheuungswürdige Behandlung des palästinischen Volkes zu betrachten." Die israelische Regierung plane angeblich, Telekommunikationsverbindungen im Gazastreifen zu kappen: einer der Gründe für die Handlungen der Hackergruppe. Sollte Israel etwaige Vorhaben durchsetzen, droht Anonymous mit "grenzenlosem Zorn".

Der Konflikt zwischen Israel und der Palästinenser-Organisation Hamas findet nicht nur im Gazastreifen statt. Via Twitter berichten offizielle Stellen regelmäßig über ihre Angriffe und Opferzahlen. Beispielsweise kündigte das israelische Militär bereits am 14. November 2012 eine "großangelegte Offensive im Gazastreifen" an. Später twitterten die Regierungsstellen, "Hamas-Führer sollten "ihre Gesichter in den nächsten Tagen nicht bei Tageslicht zeigen". Die Hamas antwortete daraufhin von einem mutmaßlich offiziellen Account: "[Wir] werden eure Anführer und Soldaten greifen, egal wo sie sind. Ihr habt die Tore der Hölle selbst aufgestoßen."

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