Fremium vs. Abo

Kostenlose Antivirusprogramme gewinnen Marktanteile

Während die kostenlosen Antivirus-Angebote europäischer Hersteller ihre Marktanteile weiter ausbauen, verlieren die kostenpflichtigen Lösungen US-amerikanischer Antivirusunternehmen bei privaten Nutzern an Boden. Eine Untersuchung des Sicherheitsunternehmens OPSWAT zeigt einen weltweiten Trend zu Gratis- und Fremium-Produkten.

Kostenlose Antivirusprogramme gewinnen Marktanteile

© OPSWAT

Kostenlose Antivirusprogramme gewinnen Marktanteile

Der weltweite Antivirusmarkt lässt sich im Grunde nach der Herkunft der beteiligten Software-Hersteller unterteilen. Während die meist noch relativ jungen asiatischen Anbieter nur in ihrer Heimatregion nennenswerte Marktanteile erreichen, sind europäische und US-amerikanische Sicherheitsunternehmen mit oft mehr als 20 Jahren Erfahrung weltweit aufgestellt.Die großen US-Unternehmen wie Symantec, McAfee oder Trend Micro setzen nach wie vor auf ihre kostenpflichtigen Lösungen, für jährliche Gebühren im Abonnement fällig werden. Um ihnen Marktanteile abzujagen und ihre kommerziellen Produkte bekannter zu machen, setzen verschiedene europäische Hersteller auf das so genannte "Fremium"-Prinzip (Free + Premium). Sie bieten mehr oder minder eingeschränkte Gratislösungen für private Anwender an, die wenigstens Teile dieser Nutzer überzeugen sollen auf die jeweiligen Premiumversionen umzusteigen. Es gibt auch Ausnahmen von dieser Regel, etwa Microsoft oder Kaspersky Lab.Diese Strategie zeigt gewisse Erfolge, wie der jüngste Quartalsbericht des Sicherheitsunternehmens OPSWAT zeigt. Dieser berücksichtigt zwar nicht alle Anbieter, so fehlen etwa G Data, Norman und Sophos, vermittelt jedoch ein Bild der aktuellen Trends. Von den 62 weltweit erfassten Anbietern teilen demnach die fünf Spitzenreiter 58 Prozent des Weltmarkts unter sich auf.Laut OPSWAT liegt das kostenlose Microsoft Security Essentials mit einem weltweiten Marktanteil von 10,66 Prozent knapp vor Avira Antivir Personal (10,18 Prozent) an der Spitze. Dahinter folgen mit Avast Free Antivirus und AVG Antivirus Free zwei weitere Gratislösungen. Erst auf dem fünften Platz findet sich mit ESET NOD32 ein kostenpflichtiges Produkt, gefolgt von Kaspersky und Norton/Symantec. Bei den Herstellern liegen, rechnet man Gratis- und kostenpflichtige Lösungen zusammen, Avast und AVG vor Avira und Microsoft. Dahinter folgen ESET, Symantec, Kaspersky und McAfee.Im Vergleich zum ersten Quartal 2011 konnten die Fremium-Anbieter ihre Anteile weiter ausbauen, allen voran Microsoft. Die Konkurrenten versuchen gegenzusteuern, in dem sie zum Beispiel PC-Hersteller dafür bezahlen, ihre Antiviruslösungen mit recht kurzer Laufzeit, etwa drei Monate, vorinstalliert mitzuliefern. Die größten Umsätze machen die meisten Hersteller allerdings weiterhin mit Schutzlösungen für Unternehmen.

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