Kim Dotcom

Anhörung Dotcoms vor dem obersten Gericht Neuseelands beginnt

Die Geschichte um Kim Schmitz alias Kim Dotcom und seine stillgelegte Online-Plattform Megaupload geht weiter. Heute beginnt vor dem obersten Gericht Neuseelands eine Anhörung zum US-Auslieferungsverfahren wegen des Vorwurfs der Urheberrechtsverletzungen.

Kim Schmit alias Kim Dotcom: In Neuseeland beginnt die Anhörung von Megaupload-Gründer.

© www.youtube.com / MrKimDotcom

Kim Schmit alias Kim Dotcom: In Neuseeland beginnt die Anhörung von Megaupload-Gründer.

Vor dem Supreme Court in Wellington findet heute eine Anhörung Kim Dotcoms statt. Es geht in der neuen Runde der juristischen Auseinandersetzung weiterhin um das US-Lieferungsbegehren gegen Dotcom. Dotcoms Anwälte fordern, dass die US-Bundespolizei FBI ihre Anklagepunkte im Detail offenlegt, bevor neuseeländische Richter über die Auslieferung entscheiden können. Bislang liegt vom FBI nur eine Zusammenfassung der Klage in Neuseeland vor.

Einem untergeordneten Gericht hatte das zwar ausgereicht, aber Dotcoms Anwälte hatten gegen die Entscheidung Berufung eingelegt. Für diese Berufungsverhandlung findet heute eine erste Anhörung statt. Die Hauptanhörung im Auslieferungsverfahren sollte ursprünglich bereits im April 2012 stattfinden. Sie wurde aber immer wieder verschoben. Derzeit wird sie für den April 2014 erwartet.

Die US-Behörden beziffern den Schaden durch Copyright-Verletzungen, die Dotcom mit seiner Datentausch-Plattform Megaupload verursacht haben soll, auf etwa eine halbe Milliarde US-Dollar. Die juristischen Auseinandersetzungen um Dotcom gehen durchaus verschlungene Wege. Beispielsweise mussten große Teile von Dotcoms ursprünglich beschlagnahmten Vermögen wieder freigegeben werden und die Megaupload-Razzia erwies sich wegen Verfahrensfehlern als illegal.

Die neuseeländische Presse verweist auch auf die enormen Kosten für die Verfahren. Dotcom schätzt, dass sich seine eigenen Verfahrenskosten auf bis zu 37 Millionen Euro aufsummieren dürften.

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