Rundfunkgebühren

KEF: Rundfunkbeitrag zu hoch und Günther Jauch zu teuer

Jetzt ist es offiziell: Die Finanzkommission zur Kontrolle der öffentlich-rechtlichen Sender will Fernsehen um monatlich 73 Cent günstiger machen. Außerdem kritisiert sie hohe Produktionskosten, wie etwa jene für Günther Jauchs Talkrunde.

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Der offizielle, 19. KEF-Bericht (Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten) liegt nun vor. Die seit Wochen diskutierte Beitragssenkung um 73 Cent pro Haushalt hat sich als Empfehlung für die öffentlich-rechtlichen Sender durchgesetzt. Ab 2015 soll sie greifen. Das wäre die erste Beitragssenkung, die deutsche TV-Zuschauer erleben dürfen. Sie würden dann monatlich 17,25 Euro statt 17,98 Euro bezahlen. Im nächsten Schritt werden jetzt die Länderregierungen über die Empfehlung diskutieren.

Kritik an den Produktionskosten einzelner Sendungen übt die Finanzkommission ebenfalls. Ihr leuchten die Unterschiede zwischen Talk-Formaten wie "Günther Jauch" und "Maybrit Illner" nicht ein. Die Jauch-Sendung sei zweieinhalb Mal teurer. Etwas prekär dabei: ARD-Kost sei dabei durchgehend kostspieliger als die des ZDF. Die KEF vergleicht hierfür im Weiteren die ARD-Talk-Runden "Anne Will", "Hart aber fair", "Beckmann" und "Maischberger" mit der ZDF-Konkurrenz "Markus Lanz", die noch günstiger ausfällt als "Maybrit Illner". Das Fazit der KEF: "Die Kommission sieht die ARD-Anstalten gefordert, den erheblichen Unterschieden der Kosten der Formate nachzugehen."

Weitere Möglichkeiten für Einsparungen sieht die KEF beim WDR, NDR, BR und SWR. Hier seien die Personalkosten zu hoch. Zudem dürften die Investitionen in Sportrechte nicht mehr weiter steigen.

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