Rundfunkbeitrag

KEF empfiehlt Beitragssenkung von monatlich 73 Cent

Nach der Reform der GEZ-Gebühren und der Einführung des neuen Rundfunkbeitrags wurde viel über die Mehreinnahmen der öffentlich-rechtlichen Sender spekuliert. Nun hat die KEF ihren Bericht vorgelegt. Sie empfiehlt eine Beitragssenkung von 73 Cent pro Monat.

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© KEF

Die KEF hat ihren Bericht vorgelegt und empfiehlt eine Beitragssenkung.

Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) steuert den Geldfluss bei den öffentlich-rechtlichen Sendern erheblich mit. Unabhängig ermittelt sie die Einnahmen der Sender, gibt Empfehlungen für deren Verwendung und legt den zukünftigen Geldbedarf fest. Schon vorab wurde über die Auswirkungen möglicher Mehreinnahmen spekuliert, die durch die Umstellung der GEZ-Gebühren auf den jetzigen Rundfunkbeitrag entstehen könnten.

Durchschnitts-TV-Gucker dürfte das Ergebnis nun allerdings enttäuschen: Gerade einmal 73 Cent, so die KEF-Empfehlung, sollen sie ab 2015 monatlich sparen. Die Sender prüfen nun den Vorschlag, dürften ihn allerdings wohl akzeptieren.

ARD, ZDF und Deutschlandradio gehen bei der Einnahmenrechnung von einer anderen Höhe aus als die KEF. Laut der Sender wird sich der Betrag, gerechnet auf die Jahre 2013 bis 2016, auf 800 Millionen Euro belaufen. Die KEF schätzt das Ertragspotential der kommenden drei Jahre höher ein und geht von Mehreinnahmen von rund 1,145 Milliarden Euro bis Ende 2016 aus.

Die Differenz zwischen den Prognosen der KEF und den Berechnungen der Sender beruht unter anderem auf unterschiedlichen Einschätzungen dazu, wie viele Beitragszahler sich noch rückwirkend abmelden werden, weil pro Wohnung nur noch ein Beitrag gezahlt werden muss. Dies ist noch bis Ende 2014 möglich.

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