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Quartalsbericht Android-Malware weiter auf Wachstumskurs

Googles Betriebssystem Android ist die am meisten durch Malware belastete Mobilplattform. Der Anstieg bei den neu entdeckten Schädlingen ist zwar im dritten Quartal wieder abgeflacht, doch der Trend zeigt weiter nach oben.
Android-Malware nimmt weiter zu © Kaspersky
Android-Malware nimmt weiter zu

Der Antivirushersteller Kaspersky Lab hat seinen Malware-Bericht für das dritte Quartal 2012 veröffentlicht. Von Juli bis September haben die Malware-Forscher mehr als 9000 neue Schädlingsvarianten allein auf Android-Geräten entdeckt. Nur im Frühjahr war die Zahl der neuen Schädlinge bislang noch höher. Die Verteilung der bei Android-Geräten gefundenen Infektionen auf die einzelnen Android-Versionen entspricht keineswegs deren Marktanteilen. Vielmehr sind neuere Android-Versionen (4.x) tendenziell stärker betroffen. Dies wird darauf zurückgeführt, dass es sich mit neueren, leistungsfähigeren Geräten, auf denen Android 4.x installiert ist, besser und bequemer im Web surfen lässt. Damit steige, so die Kaspersky-Analyse, die Wahrscheinlichkeit auf mit Malware präparierte Websites zu geraten.

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In Zahlen ausgedrückt heißt dies: das betagte Android 2.3 (Gingerbread) hält immer noch einen Marktanteil von etwa 55 Prozent und ist von 48 Prozent der festgestellten Infektionen betroffen. Android 4.0 (Ice Cream Sandwich) ist auf knapp einem Viertel der Geräte installiert, jedoch entfallen 43 Prozent der Infektionen auf diese OS-Version. Android 3.x (Honeycomb) spielt hingegen kaum eine Rolle. Es ist keinesfalls sicherer - es hat einfach nur einen Marktanteil unter zwei Prozent. Mehr als die Hälfte der bislang entdeckten Schädlinge sind so genannte SMS-Trojaner. Sie versenden Kurznachrichten an teure Premiumrufnummern. Mit 22 Prozent folgen multifunktionale Trojanische Pferde auf dem zweiten Platz. Sie gehören meist zur Malware-Familie "Plangton" und stehlen vor allem Daten. Außerdem können sie zum Beispiel die Startseite und die Lesezeichen manipulieren. Die insgesamt häufigste Schädlingsfamilie ist "OpFake", deren Mitglieder sich als Mobil-Browser Opera ausgeben.

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Die Hauptquelle für die meisten Android-Schädlinge sind inoffizielle App Stores. Anwender, die nur Apps aus Google Play installieren, sind vergleichsweise wenig gefährdet. Der Trend geht laut Kaspersky Lab weg von Schädlingen, die die Mobilfunkrechnung belasten, und hin zu den komplexeren, multifunktionalen Trojanischen Pferden.

 
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