Nachfolger und Neuheiten

Kamera-Frühling 2014: Welche neuen DSLR-Modelle sind zu erwarten?

Der Kamera-Frühling hat begonnen. Die ersten neuen DSLRs und Kompaktkameras des Jahrgangs 2014 sind auf dem Markt, weitere angekündigt und manche bislang nur Gerüchte. Horst Gottfried fasst den Stand der Dinge bei den wichtigsten Kameraherstellern zusammen - von Canon bis Sony.

Kamera Neuheiten Frühling 2014

© magdal3na - Fotolia.com / Nikon / Panasonic

Kamera Neuheiten Frühling 2014

Inhalt

  • Canon
  • Fujifilm
  • Hasselblad
  • Leica
  • Nikon
  • Olympus
  • Panasonic
  • Ricoh-Pentax
  • Samsung
  • Sony
  • Fazit

 

Canon - Verbesserungen im Kleinen

Das neue SLR-Einstiegsmodell Canon EOS 1200 D mit 18-Megapixel-CMOS-Sensor im APS-C-Format ist seit Ende März im Handel. Es wird im Kit mit dem EF-S 18-55 mm IS II für unter 500 Euro angeboten, solo ist das Gehäuse für knapp 400 Euro zu haben.

Zu ihren Besonderheiten gehören ein Video-Schnappschuss-Modus, in dem die Kamera mehrere Video-Kurzklipps zu einem professionell wirkenden Video zusammenfassen will, sowie die "EOS-Begleiter"-Appfür iOS- und Android-Smartphones und -Tablets, die mit Tipps und Lehrgängen SLR-Einsteigern praktisches Foto- und Kamerawissen vermittelt.

Während sich Canon mit der Weiterentwicklung seines spiegellosen EOS-M-Systems bedeckt hält, bringt man einen anderen Leckerbissen für anspruchsvolle Fotografen. Canons renoviertes Kompaktkamera-Flaggschiff PowerShot G1 X Mark II  trumpft mit einem 1,5 Zoll (18,7 x 14 mm) großen CMOS-Sensor auf, dessen Pixel 4,5 x größer als die der Powershot G16 sind und für entsprechend bessere Bildqualität sorgen sollen. Die PowerShot G1 X Mark II ist für Anfang Mai zum Preis von 850 Euro avisiert.

Was weitere neue Modelle angeht, hält Canon immer ziemlich gut dicht. So bleibt das Meiste Spekulation. Konkreteres als die schon im Januar kursierenden Gerüchte (ColorFoto berichtete) gibt es noch nicht.

Dem Modell-Zyklus nach wäre bald eine Aktualisierung des APS-C-Topmodells EOS 7D, das immerhin seit 2009 auf dem Markt ist, folgerichtig. Verbesserungen dürfte eine EOS 7D Mark II beim schnellerem Digic-Bildprozessor, verbessertem AF und aktualisierten Video-Funktionen bringen. Es stellt sich aber die Frage, ob so ein APS-C-Spitzenmodell angesichts sinkender Preise für Vollformat-Modelle noch seinen Platz findet. Immerhin wird die EOS 6D schon für weniger als 1500 Euro angeboten.

Bei den Vollformat-Modellen halten sich hartnäckig Gerüchte um ein neues Modell zwischen EOS 5D Mark III und EOS 1Dx. Bei den üblichen Verdächtigen wie Canonrumors und Northlight Images wird spekuliert über einen neuen hochauflösenden Sensor mit 39 oder mehr Megapixel und Studio-Qualitäten in einer möglichen EOS 5D Mark IV, EOS 3D oder auch EOS 1D-Variante als Canon-Pendant zur Nikon D800/800E. Auch 4K-Video wäre bei so einem neuen Top-Modell dann eigentlich Pflicht.

Die adäquate Bühne für die Präsentation so eines neuen Topmodells wäre natürlich die Photokina im September.

Zum spiegellosen EOS-M-System ist es in der Gerüchteküche sehr ruhig. Nachdem Canon in Asien das verbesserte Modell M2 auf den Markt gebracht hat, wäre die Photokina auch der richtige Ort, um mit einem verbesserten Einstiegsmodell M3 und einer hochwertigen EOS-M10, etwa mit integriertem elektronischen Sucher, dem M-System einen neuen Anschub zu geben.

Für Videofilmer ist traditionsgemäß die NAB spannend, die dieses Jahr vom 7. bis 10. April stattfindet. Hier werden zwei neue EOS-C-4K-Videokameras erwartet, berichtet das Videofilmer-Portal EOSHD. Ein Einsteigermodell C200 und eine semiprofessionelle C400 könnten das bisher aus C500, C300, C100 und EOS-1D c bestehende Angebot aktualisieren.

Interessant bei den Kompaktkameras könnte noch eine Powershot G17 mit neuem, größerem 1-Zoll-Sensor werden, von der Canonrumors erfahren haben will. Der Nachfolger der erst im Sommer 2013 eingeführten Powershot G16 soll ein Magnesiumgehäuse, Digic-6-Prozessor und ein 1,4-2/24-200-mm-Zoom haben und schon im Mai kommen.

 

Fujifilm - Keine X-perimente

Als jüngstes und bestausgestattetes Model der spiegellosen Fujifilm X-Serie wird die im Januar vorgestellte X-T1 seit kurzem für 1.200 Euro samt kompaktem Aufsteckblitz EF-X8 angeboten. Für 1.600 Euro gibt es das Kit mit dem Fujinon XF2,8-4/18-55 mm R LM OIS dazu.

Mit der X-T1 hat Fujifilm drei neue wetterfeste Zoomobjektive mit Bildstabilisierung noch für dieses Jahr angekündigt. Für Juni ist das Reisezoom Fujinon XF 3,5-5,6/18-135 mm R OIS WR (28-200 mm KB) geplant. Die lichtstarken Zooms XF 2,8/16-55 mm R OIS WR (24-82 mm KB) und XF 2,8/50-140 mm R OIS WR (75-210 mm KB) kommen später, vermutlich zur Photokina.

Als ältestes Modell unter den X-Systemkameras ist die X-Pro 1s ein heißer Kandidat für die Modellpflege. Nach Berichten über die Entwicklung eines organischen Sensors durch Fujifilm zusammen mit Panasonic wird ein X-Pro1-Nachfolgemodell als Kandidat für den ersten praktischen Einsatz eines solchen Sensors gehandelt.

Wahrscheinlicher ist aber, dass auf jeden Fall ein neuer, schnellerer Hybrid-AF wie von X-E2 und X-T1 bekannt zum Einsatz kommt. Das Name X-Pro2 soll dem jüngsten Gerücht nach einem neuen X-Vollformat-Modell vorbehalten bleiben, das ab 2015 zum Start mit vorerst drei Objektiven einer neuen Reihe für das größere Sensorformat dann der Sony A7 & Co. Konkurrenz machen soll.

Ungewöhnlich ist eine Antwort von Fujifilm-Bangladesh auf seiner Facebook-Seite, von der Fujirumors berichtet.

Auf eine Frage nach einer weiteren Fujifilm-X mit optischem Sucher wurde am 12. März die baldige Vorstellung eines solchen Modells versprochen. Das könnte natürlich auch eines mit Hybrid-Sucher wie die X-Pro sein.

 

Hasselblad/Phase One - CMOS jetzt ganz groß

Mit der neuen HV bietet Hasselblad seit März eine Vollformat-Systemkamera mit 24x36-mm-CMOS-Sensor und 24,3 Megapixel an. Eigenständig im Design, basiert die neue Hasselblad HV technisch auf der bekannten Sony Alpha A99. Mit dem Carl-Zeiss Vario-Sonnar 2,8/24-70-mm-Zoom als Kit kostet sie stolze 10.115 Euro.

Im Mittelformat bringt Hasselblad mit der H5Dc seine erste Kamera mit CMOS-Sensor. Die 50-Megapixel-Kamera entspricht ansonsten der Hasselblad H5D-50. Als Vorteile des 43,8 x 32,9 mm großen CMOS-Sensors mit Pixelgrößen von 5,3 µm nennt Hasselblad schnellere Serienbilder, längere Belichtungszeiten, höhere ISO-Werte bis 6400 und eine verbesserte Live-Video-Funktion bieten. Knapp 25.000 Euro veranschlagt Hasselblad für die H5Dc.

Mit dem IQ250-Digitalrückteil für seine Kamera 645DF+ bietet Phase One ebenfalls diesen CMOS-Sensor mit 50 Megapixel an und verlangt dafür ohne Kamera fast 30.000 Euro.

 

Leica X-Systemkamera

Leica präsentiert am 24.4. wahrscheinlich eine spiegellose Systemkamera mit APS-C-Sensor, 16 Megapixel Auflösung und elektronischem Sucher. Die dem Vernehmen nach unter der internen Typenzeichnung "Typhoon" laufende Kamera basiert technisch wahrscheinlich auf den schon bekannten X-Modellen mit fest eingebauten Objektiven. Mal sehen, welchen Autofokus sie mitbringt.

Die zugehörigen neuen T-Wechselobjektive sollen allesamt AF-Objektive sein. Die Kameras wird nicht von Panasonic kommen, wie früher vermutet, sondern wie auch die zugehörigen Festbrennweiten in Deutschland endgefertigt werden. Die Zoomobjektive sollen dagegen in Kooperation mit einem Partner entstehen. Leica-Vorstandsvorsitzender Schopf hatte so etwas schon vor einiger Zeit angedeutet. Leicarumors erwartet für die zwischen den bisherigen Leica-X- und den M-Modellen einzuordnende neue Leica einen Preis von rund 3.000 Dollar für die Kamera mit Kit-Objektiv. Die Größenordnungen in Euro dürften ähnlich liegen.

Die Webseite Digicame-info berichtet zudem über eine in Korea publik gewordene Funk-Zulassung für eine Leica X (Typ 113), datiert vom 23. März. Das deutet auf eine kommende Leica mit Wi-Fi-Funktion hin.

 

Nikon - Neue Top-Modelle in groß und klein

In diesen Tagen kommt Nikons neues Top-Modell D4s für knapp 6200 Euro auf den Markt. Das neue Nikon-Flaggschiff setzt mit seinem 16-Megapixel-CMOS-Sensor weniger auf höchste Auflösung und mehr auf hohe Empfindlichkeit mit mehr Dynamik und Schnelligkeit.

Mit der Nikon 1V3 kündigt Nikon für Mitte April sein neues spiegelloses Spitzenmodell mit 18 Megapixeln, 1-Zoll-Sensor, Hybrid-AF, schwenkbarem Touchscreen, Serien mit maximal 20 B/s und integriertem Wi-Fi an. Zur 850 Euro teuren Kamera gibt es einen optionalen, 350 Euro teuren elektronischen Sucher. Ein Extra-Handgriff soll 180 Euro kosten.

Auch in der Nikon-Gerüchteküche ist es ziemlich ruhig. Kein Wunder, hat Nikon mit D5300 und Df in den letzten paar Monaten schon zwei neue Modelle gebracht. So spekuliert die Nikon-Gemeinde derzeit über eine bis zur Photokina im Herbst mögliche Weiterentwicklung der D800 zu einer D800s mit dem verbessertem AF der D4s und ohne Tiefpassfilter wie die D800E, aber mit weiter verbesserte Moiree-Unterdrückung per Software.

Während in der Einstiegklasse mit D3300 und D5300 aktuell sind, gibt es für anspruchsvolle Einsteiger seit einen guten Jahr erst die D7100. Wie die Zukunft der 7000er-Reihe aussieht, ist aber fraglich.

Eine D7200 oder 7300 mit schnellerem Bildprozessor für AF, Serien und verbesserte Videofunktion stünde wie eine Canon EOS 7D Mk II vor dem gleichen Problem der preislichen Nähe zur günstigsten Vollformat-SLR, in diesem Fall der D600/D610. Die D600 ist im richtigen Leben teilweise schon für weniger als 1500 Euro im Angebot, die D610 für rund 1500 Euro. Eine neue D7300 würde aber klassengemäß mit gut 1200 Euro starten müssen.

 

Olympus - Zeit für Aktualisierung der Pen-Serie

Die OM-D E-M10 im Retro-Look ergänzt schon seit Februar als gut ausgestattetes Micro-Four-Thirds-Einstiegsmodell die OM-D-Reihe mit E-M5 und E-M1. Der E-M10 für 600 Euro fehlt nichts fotografisch Wesentliches im Vergleich zu den teureren Schwestern. Nachdem Olympus mit der Entwicklung dieser OM-D-Reihe in der letzten Zeit gut beschäftigt war und es bei den Pen-Kameras ruhig war, steht als Nächstes eigentlich eine Renovierung der Pen-Modellreihe an.

So kommen denn auch aus den USA Meldungen über den Abverkauf von Olympus Pen E-PM2 und E-P5, um die Lager für Nachfolgemodelle zu räumen. So wurde etwa bei Amazon die E-PM2 samt 14-42-mm- und 40-150-mm-Zoom für die Hälfte des ursprünglich empfohlenen Verkaufspreises angeboten.

Da erscheint es nicht unwahrscheinlich, dass mögliche Nachfolge-Modelle E-PM3 und E-P6 nicht erst auf der Photokina, sondern schon früher im Mai/Juni vorgestellt werden. Mirrorlessrumors erwartet wie bei Olympus üblich nur Fortschritte im Detail, keine grundsätzlichen Änderungen und verweist auf Äußerungen von Olympus-Offiziellen, die den besten Platz für einen integrierten Sucher in der Kameramitte über der optischen Achse sehen, und nicht an der Seite.

Das dämpft Hoffnungen mancher Olympus-Fans auf eine Pen mit integriertem Sucher in einem Gehäuse im Stil einer Lumix GX7 oder Sony A6000.

 

Panasonic - 4K-Video bald an allen Fronten?

Panasonic hat schon im Vorfeld mit der Micro-Four-Thirds-Systemkamera Lumix GH4 viel Aufsehen erregt. Schon die Vorgänger GH2 und GH3 hatten bei Videofilmern einen guten Ruf.

Nun kommt im Mai die GH4 nicht nur als erste Foto-Video-Hybridkamera mit 4K-Video auf den Markt , sondern bietet zum Preis von 1500 Euro auch noch einen ausgesprochen günstigen Einstieg in den neuen Video-Maßstab. Die Laufbild-Aufzeichnung mit 3840 x 2160 Pixel, also 8-Megapixel, ist auch für Fotografen interessant. Damit erlaubt es die GH4, aus den Videoszenen der Höhepunkt der Action auf den 1/30-Sekundenbruchteil genau als 8-Megapixel-Einzelfoto zu extrahieren.

Damit dürfte Panasonic eine Entwicklung angestoßen haben, der die Konkurrenz wird folgen müssen. Weitere relativ preisgünstige Foto-Video-Hybrid-Kameras mit 4K-Videofunktion könnten schon kurz vor der Photokina auf der Berliner IFA Anfang September präsentiert werden.

Mit der HX-A500 bringt Panasonic ab Juni eine. Der kleine wasser- und staubdichte Camcorder besteht aus zwei Teilen. Der nur gut 30 g leichte Objektivkopf mit 1/2,3-Zoll-BSI-CMOS-Sensor, 9 Megapixel Auflösung, 160°-Objektiv und Kopfbügel ist über ein 50 cm langes Kabel mit der Recordereinheit zur Steuerung, Speicherung und Bildkontrolle per 1,5-Zoll-LCD-Monitor verbunden.

Die 4K-Aufnahme erfolgt mit 25 B/s, mit geringerer 720p-Auflösung sind auch Zeitlupenaufnahmen mit 100 B/s möglich. Mit anderen Mobil-Geräten kommuniziert der 4K-Action-Camorder per Wi-Fi mit NFC. Wie die Qualität von 8-Megapixel-Einzelfotos aus dem Videostream ausfällt, muss ein Test noch zeigen. Der erste Eindruck ist sehr vielversprechend.

Was Panasonic später zu IFA und Photokina bringt, ist schwer abzusehen, da mit G6, GX7, GM1 und aktuell GH4 seit Mitte 2013 die höherklassigen Lumix-Modelle erneuert wurden. Es stünde am ehesten eine Renovierung der inzwischen gut ein Jahr alten Mittelklasse-Lumix GF6 im Kompaktkamera-Format an.

Das noch angebotene, wohl aber Auslauf-Modell Lumix G5 als derzeit günstiger Micro-Four-Thirds-Einstieg von Panasonic ist auf Dauer sicher auch keine Lösung, wenn Panasonic das Marktsegment günstiger und kompakter Systemkameras nicht der Konkurrenz überlassen will.

 

Ricoh-Pentax - Neue Mittelformat-SLR

Pentax ist dieses Jahr noch nicht mit neuen SLR- oder Systemkameras auf dem Markt vertreten.

Bislang gibt es einzig die Ankündigung einer neuen Version der Mittelformat-SLR 645D. Darin spricht Pentax von neuem, super hochauflösendem CMOS-Sensor, sehr schneller Prozessorgeschwindigkeit, klappbarem LCD-Monitor und Markteinführung Frühjahr 2014. Der Termin scheint jetzt näher zu rücken.

Auf einer eigens eingerichteten Teaser-Seite zeigt Ricoh-Imaging schemenhaft den Teil einer Pentax Z. Soweit erkennbar, handelt es sich um den Pentax-Schriftzug auf einem Gehäuse, das der 645D gleicht.

Vermutlich kommt in der Pentax Z der gleiche 50-Megapixel-Sensor wie auch in der Hasselblad H50Dc und dem Phase One Digiback IQ250 zum Einsatz. "Mit optimaler Abstimmung für die Digitalfotografie" will Pentax dazu ein Super-Weitwinkel-Zoom mit 645-Bajonett bringen. Eine Countdown-Uhr auf der Teaser-Seite verspricht weitere Aufklärung am 15. April.

Nichts Neues gibt es bislang bei den Pentax K-SLRs. Spannend wird es jedenfalls sein zu sehen, wie Pentax die Frage beantwortet, vor der auch andere Anbieter von Top-APS-C-SLRs stehen: was tun, wenn die Kameras kaum billiger als vergleichbar ausgestattete Vollformat-Modelle hergestellt und angeboten werden können? Wenn die Vollformat-Preise weiter sinken, wird es eng für diese APS-C-Kamera-Spezies.

 

Samsung - Mehr Kommunikation & Komfort

Mit der NX30 hat Samsung seit Februar ein neues Topmodell für 900 Euro am Start. Die 20-Megapixel-Systemkamera bietet Hybrid-AF, einen klappbaren elektronischen Sucher mit 783.333 RGB-Pixeln, einen dreh-und schwenkbaren AMOLED-Touchscreen-Monitor Bei den Spiegellosen wurde die NX300 zur NX300M mit einem größeren Monitor-Klappwinkel bis 180° und verbesserter NFC.Funktion aufgewertet.

Vorreiter der aktuellen technischen Entwicklung ist Samsung in NX30 wie NX300M mit zahlreichen >>Smart Camera 3.0<<-Funktionen und einfacher WLAN-Verbindung dank von NFC (Near Field Communication). Die "Tag & Go"-Funktion stellt nur über eine Berührung der Kamera mit einem NFC-fähigen Empfängergerät ohne weitere Einstellungen eine Verbindung her.

Auch bei kommenden NX-Modellen werden diese Funktionen eine wichtige Rolle spielen. Smarte Verbindungen dürften dann auch im als nächstem noch vor der Photokina wohl schon zur vorhergehenden IFA anstehenden Nachfolgemodell der NX-2000-Serie zu finden sein. Die wird gerade teilweise in Sonder-Aktionen zu Preisen um die 200 Euro ausverkauft. Das neue Einsteiger-Modell dannauch mit aktuellem Hybrid-AF-Sensor dürfte - analog zu NX30 und NX300 - dann NX3000 heißen.

Für Samsung ist Spiegelreflex Technik von gestern. Man setzt voll auf spiegellose Systemkameras. Wie ernst Samsungs Ambitionen für das NX-System sind, mit dem Samsung laut eigenen Aussagen Marktführer in diesem Bereich werden will, zeigen Objektive wie das neue, lichtstarke S-Klasse-Zoom, das frisch auf dem Markt ist.

Das massive S2-2,8/16-50 mm ED OIS ist mit UPSM (Ultra Precise Stepping Motor)-Schrittmotor ausgestattet und staub- und spitzwassergeschützt. Es kostet für 1.300 Euro und macht den Anfang in einer Reihe hochwertiger NX-Objektive, die noch folgen sollen. Das nächste dürfte auf der Photokina vorgestellt werden.

Die böte auch das geeignete Forum für ein weiter aufgerüstetes Top-Modell. Angesichts der Samsung-Aktivitäten bei den TV-Geräten wäre eine NX40 mit 4K-Video keine wirkliche Überraschung und das geeignete Mittel, der hier schon aktiveren Konkurrenz wie Panasonic nicht das auch für Fotografen interessante Feld zu überlassen.

Gemischte Reaktionen erntet die 22,5 mm schlanke, weniger als 200 g leichte Systemkamera SamsungNX mini mit 1-Zoll-Sensor. Sie erscheint ab Ende April 2014 in bunten Farben auf dem deutschen Markt, im Kit mit dem Weitwinkel-Standardzoom 3,5-5,6/9-27 mm ED OIS (24-72 mm KB) für 500 Euro oder mit dem 3,5/9 mm (24 mm KB) Pancake für 400 Euro. Ein 1,8/17 mm-Objektiv (46 mm KB) wird wohl Mai oder Juni folgen.

Was aus einer Kamera mit 1-Zoll-Sensor rauszuholen ist, zeigt die Nikon 1 V2 bislang am besten. Die kleine NX mini ist nicht als größeres zweites System ähnlichen Ausmaßes wie das Hauptsystem konzipiert. Sie soll vor allem, entsprechend den Anforderungen der angepeilten Zielgruppe, vornehmlich jungen Frauen, höhere Bildqualität als Kompaktkameras bei vergleichbaren Maßen bringen.

Daraus soll kein universelles System für alle erdenklichen fotografischen Anforderungen werden. Daher dürften den drei angekündigten Objektiven dieses Jahr höchstens noch zwei weitere folgen.

Die "großen" NX-Objektive können dann bei Bedarf an der NX mini per Adapter verwendet werden. Zielgruppengerecht bietet die NX mini aber dank WLAN und NFC auch eine "Baby-Monitor"-Funktion, mit der etwa der schlummernde Nachwuchs im Kinderzimmer in der 1. Etage über das häusliche WLAN dann vom Sofa aus auf dem TV-Gerät im Wohnzimmer im Erdgeschoss überwacht werden kann.

Aufgefallen ist Samsung als Pionier bei Kameras mit Android-Betriebssystem wie bei der GalaxyNX. Die Kompaktzoom-Kamera "Galaxy Camera 2" wurde im Januar als jüngstes Modell mit Android-Betriebssystem vorgestellt, aber die Systemkameras NX30 und NX300 nutzen wieder ihre kameraspezifischen Betriebssysteme, deren Leistungsumfang Samsung inzwischen mit Kommunikationsfunktionen wie Tag&Go Mobile-Link/Group Share, Baby-Monitoring und anderen deutlich Richtung "Smart" erweitert hat. Es sieht also nicht danach aus, als ob Android zukünftig bei den Kameras die proprietären Systeme ablösen würde.

 

Sigma - Mut zum Experiment

Sigma hat die drei neuen eigenwillig gestylten Kompaktkameras dp1 Quattro / dp2 Quattro / dp3Quattro mit verbessertem, namensgebenden Foveon "Quatro"-Sensor angekündigt.

Er zeichnet Blau mit 20 Megapixel Auflösung auf sowie zusätzlich Rot und Grün mit je 4,9 Megapixel. Sie unterscheiden sich nur im jeweils fest integrierten Objektiv. Als erstes Modell soll im Sommer die dp2 Quattro mit 2,8/30 mm (45 mm KB) kommen. Wann dp1 (28 mm KB) und dp3 (75 mm KB) folgen ist noch offen.

Zuzutrauen und zu Wünschen wäre Sigma auch ein ähnlich mutiger Schritt bei den SD-SLR-Kameras mit Wechselobjektiven. Warum sich nicht vom althergebrachten SLR-Prinzip wie bei der SD1 verabschieden und aus der neuen Sigma-dp-Basis eine Variante mit Wechselobjektiv entwickeln? Da wäre man in bester Gesellschaft, wie Fujifilm mit seinen X-Modellen und bald wohl auch Leica zeigen. Für die nötigen Objektive könnte Sigma selber sorgen. Erste Brennweiten für spiegellose Systemkameras anderer Hersteller hat man ja schon im Angebot.

 

Sony - Naht der Abschied vom Spiegel?

Aus NEX wird immer öfter Alpha bei den spiegellosen Systemkameras von Sony. Seit März ist die Sony Alpha A5000 als Nachfolger der NEX-5 im Handel, und ganz frisch im April auch die Alpha A6000. Sie löst nicht nur die NEX-6 ab, sondern defacto auch die NEX-7, deren Preis schon deutlich abgestürzt ist und die jetzt mit 600 Euro schon 50 Euro günstiger als die A6000 angeboten wird.

Ein echtes Einstiegs-Modell bei den Systemkameras im Kompaktformat fehlt auch Sony derzeit, der SLT-Sonderling A3000 im konventionellen SLR-Design kann diese Rolle nicht wirklich übernehmen, da zu groß. Da wäre also noch Nachholbedarf.

Dem Trend zur 4K bei Foto/Video-Hybridkameras folgt Sony mit der gerade vorgestellten A7s. Ihre Besonderheit: sie hat einen 24x36 mm großen Vollformat-Sensor mit "nur" 12 Megapixel. Er bietet Empfindlichkeiten von ISO 50 bis zur neuen Höchstmarke von ISO 409.600 bei Foto und Video und wurde für das Videofilmen optimiert. Dafür bietet die A7s zahlreiche professionelle Funktionen. Einen Preis für die noch vor der Photokina avisierte Kamera nannte Sony noch nicht.

Bei den "großen" SLT-Alphas steht bei Sony vermutlich ein Umbruch an. Die Vorbilder A/A7R stellen das traditionelle Spiegelsucher-Konzept in Frage. SLR hat Sony ja ohnehin schon durch SLT abgelöst. Das Beispiel A7 mit seinem hervorragenden elektronischen Sucher und der dadurch möglichen Kompaktbauweise macht SLT aber zur technologischen Übergangslösung.

Bis es soweit ist, wird für Mai aber nochmal mit einem A77-Nachfolger namens A77IIgerechnet. Die A77 ist bei Sony offiziell schon als "ausverkauft" markiert. Die Neue soll mit dem 24-Megapixel-Hybrid-AF-Sensor ausgestattet sein, der schon in der A6000 zum Einsatz kommt. Ein schnellerer Prozessor lässt zudem Verbesserungen bei AF-Reaktion, Serienbildern, elektronischem Sucherbild und der Videofunktion erwarten. Auch mit Wi-Fi und NFC wird gerechnet. Die Kamera für Objektive mit A-Bajonett könnte im Rahmen der Verleihung der diesjährigen Sony World Foto Awards im Mai in London mit präsentiert werden.

Eine Sensation wäre es, wenn sich das bei Sonyalpharumors kolportierte Gerücht über eine Mittelformatkamera von Sony bewahrheiten würde. Die Rede ist wahlweise von einer größeren RX1 oder einer Kamera, die sich an der Mittelformat-Messsucherkamera Mamiya 7 orientiert. Sie könnte wie die RX1mit einem fest eingebauten lichtstarken Zeiss-Objektiv und ebenfalls mit dem schon bei Hasselblad, Phase One und vielleicht auch bald Pentax eingesetzten 50-Megapixel-CMOS-Sensor bestückt sein.

 

Fazit

2014 verspricht ein innovativer Kamera-Jahrgang für Amateure wie Profis zu werden. Für alle Ansprüche ist etwas dabei. Neue Sensoren, schnellerer Autofokus, bessere elektronische Sucher, komfortableres Wi-Fi sowie die auch für Fotografen reizvolle 4K-Videofunktion bringen hoffentlich dem etwas lahmenden Foto-Geschäft die nötige Belebung durch frische Impulse.

Nicht zu vergessen: die Leute wollen letztenendes Bilder und keine Technik. Daher spielen die neuen Möglichkeiten der kabellosen und Internet-Bildkommunikation, die zunehmend Kamera-integriert und durch neue Software- und Serviceangebote von außen laufend vielseitiger werden, eine immer wichtigere Rolle. Die machen die Fotografie für ein neues, vor allem jüngeres Publikum wieder interessanter.

Zudem könnte sich auch Panasonic, Samsung und Sony mal was ganz Neues einfallen lassen und etwa durch interessante Bundle-Angebote ihrer neuen 4K-TV-Geräte mit entsprechenden Kameras sowohl das Kamera- wie TV-Geschäft beleben.

Canon PowerShot G1X Mark II

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Für anspruchsvolle Fotografen: die Kompaktkamera Canon PowerShot G1X Mark II.
Canon EOS 1200D

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SLR- Einstiegsmodell Canon EOS 1200D
Cannon Powershot G16

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Vorgänger der Powershot G17, die Powershot G16.
Fujifilm Lens Roadmap

© Fujifilm

Fujifilm Lens Roadmap
Fujifilm X-T1

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Die spiegellose Fujifilm X-T1.
Screenshot Facebook Fujifilm Bangladesh

© Facebook

Illustration: Screenshot Fujifilm Bangladesh-Facebook
Hasselblad H5Dc

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Die erste Kamera mit CMOS-Sensor - Hasselblad H5Dc.
Nikon D800

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Weiterentwicklung der D800
Nikon D7100

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Die Nikon D7100 für anspruchsvolle Einsteiger.
Olympus E-PM2

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Um Lager zu räumen wurde die Olympus E-PM2 um die Hälfte reduziert.
Lumix GH4

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Lumix GH4: erste Foto-Video-Hybridkamera mit 4K-Video.
Pentax SLR 645D

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Die SLR 645D soll erneuert werden mit einem hochauflösendem Cmos-Sensor, schnellerer Prozessorgeschwindigkeit und klappbarem LCD-Monitor.
Pentax Z

© Pentax

Pentax Z - Countdown
Samsung NX30

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Das neue Topmodell von Samsung: Die NX30.
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Mit der A7s will Sony vor allem Video-Profis ansprechen.

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