Webtechnik

JavaScript-Linux-Emulator im Browser

Fabrice Bellard hat einen JavaScript-PC-Emulator geschrieben, der es ermöglicht, Linux im Browser zu booten. Der Emulator funktioniert mit Firefox 4 und Chrome 11.

JSLinux

© Archiv

JSLinux

Der vom Franzosen Fabrice Bellard entwickelte PC-Emulator jslinux emuliert eine 32-Bit-x86-CPU, einen programmierbaren Interrupt-Controller des Types 8259 und einen programmierbaren Interrupt-Timer des Types 8254 sowie einen 16450-UART-Chip. Der Emulator wurde komplett in JavaScript geschrieben und benutzt typisierte Arrays, welche von Chrome 11 und Firefox 4 unterstützt werden.

Bellard hat sich von seiner Arbeit an QEMU inspirieren lassen, aber es gibt auch wichtige Unterschiede zwischen den zwei Projekten. So wurden der mathematische Co-Prozessor und MMX/SSE-Befehle nicht implementiert, sodass die emulierte CPU einer 486-kompatiblen CPU ohne FPU (Floating Point Unit; Einheit für Fließkomma-Berechnung) ähnelt. Älterere Linux-Kernel (2.6.20) lassen sich damit jedoch verwenden, da sie die fehlende FPU selbst emulieren können.

Auf der Homepage von Fabrice Bellard kann man in jslinux neben dem Linux-Kernel und busybox auch den Emacs-Clone QEmacs und den C-Compiler tcc von Bellard ausprobieren.

Mehr zum Thema

wiese, laptop, bilder
Ratgeber

Wer seine Daten keinem unbekannten Provider anvertrauen will, kann es mit seinem eigenen Arbeitsplatz im Internet versuchen. Als Basis dient nicht…
image.jpg
Apple

Der Hard- und Software-Hersteller Apple hat den Ende 2010 angekündigten App-Store für den Mac eröffnet. Er soll den Erwerb neuer Software und…
BSI-Browser
Mehr Sicherheit online

Überall lauern Trojaner, Würmer oder Phisher. Mit normalen Browsern ist wirklich sicheres Surfen kaum möglich. Spezielle gehärtete und gekapselte…
Kein neues Flash für Firefox unter Linux
Browser

Adobe hat angekündigt, dass die Firma mit Google kooperiert um eine neue Integration des Flash-Plugins zu präsentieren. Dadurch sollen neue…
Apple iTunes
iOS & Mac OS X angreifbar

Apple kündigt an, die Xara-Sicherheitslücken in iOS zu schließen. Mit diesen konnten Cyberkriminelle Daten aus iOS und Mac OS X stehlen.