UPDATE: Panasonic, Sony, Toshiba nach der Katastrophe

Japan: Auch namhafte UE-Hersteller betroffen

Die Lage in Japan nach der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe wird immer bedrohlicher. Im Fokus stehen nun vor allem die schnelle Hilfe für die unzähligen Opfer und die Verhinderung und Eindämmung eines atomaren Gaus. Betroffen ist auch die japanische Wirtschaft, darunter maßgebliche Unternehmen der Unterhaltungselektronik-Industrie, wie Panasonic, Sony, Sharp, oder Toshiba.

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Nach der Katastrophe ist auch inTokio nichts mehr, wie es einmal war

Die Informationen aus Japan fließen noch spärlich. Schließlich ändert sich die Lage derzeit beinahe minütlich - und die langfristigen Folgen der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe sind noch nicht annähernd abzusehen. Doch schon jetzt ist klar: Die schrecklichen Ereignisse werden sich auch massiv auf die Technik-Industrie der Wirtschaftsmacht Japan auswirken. Von Unterhaltungselektronik-Hersteller Panasonic etwa heißt es zu den Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit: "Mögliche Auswirkungen werden derzeit von uns geprüft." Die Werke des Konzerns scheinen bislang glimpflich davongekommen: "Einige Mitarbeiter unserer AVC Networks Fabriken in Fukushima und Sendai erlitten leichte Verletzungen, sowie unsere Panasonic Electric Works Fabrik leichte Sachschäden", berichtet Pansonic-Sprecher Michael Langbehn. "Dabei wurden einige Teile der Decken und Wände beschädigt. Es ist kein Feuer ausgebrochen und auch kein weiterer Gebäudeschaden entstanden." Bei Toshiba hieß es am Freitag kurz nach der Erderschütterung bereits, dass das 39-stöckige Gebäude der Konzernzentrale in Tokio geschwankt habe und sich die Aufzüge automatisch abgeschaltet hätten. Personenschaden habe es keine gegeben. Von anderen Toshiba-Standorten in Japan gab es ähnliche Rückmeldungen. Einzelne Fabriken wurden am Freitag zeitweise evakuiert.Heute vermeldet der Konzern angesichts der prekären Lage in Japans Kernkraftwerken, man habe in Kooperation mit der Tokyo Electric Power Company (TEPCO) beschlossen, den Stromverbrauch massiv zu drosseln und nur die Einrichtungen weiter zu betreiben, die für soziale und wirtschaftliche Aktivitäten essentiell sind. Toshiba: Folgen bei AKWs unklar Der Konzern teilte mit: "Die Iwate Toshiba Electronics, eine unserer Halbleiterfabriken, ist am stärksten betroffen, da sie sich in der Tohoku Region befindet, die unmittelbar vom Beben betroffen ist." Das Unternehmen produziere in Iwakami City elektronische Bauelemente (SystemsLSIs) für Endverbraucher und industrielle Verwendungen. Weiter heißt es "Aufgrund seiner Nähe zum Epizentrum desErdbebens kam das Werk sofort zum Stillstand als Folge des Erdbebensund ist aktuell inoperabel." Man habe gerade damit begonnen, das Ausmaß der Schäden an den Produktionsanlagen zu prüfen mit dem Ziel, den Betrieb so bald als möglich wieder aufnehmen zu können. Darüber hinaus sei es derzeit "schwierig zu beurteilen, wie sich die Folgen desErdbebens auf andere Geschäftsaktivitäten (einschließlich des Kraftwerkbereiches) auswirken werden." Toshiba hat unter anderem die Blöcke 3 und 5 des stark betroffenen AKW Fukushima gebaut.

Sharp informierte mittlerweile darüber, dass es keine erheblichen Schäden an Sharp-Gebäuden oder Produktionsstätten in Japan gibt, eingeschlossen der Fabrik in Yaita-city, in der Präfektur Tochigi. Die LCD-Panel-Produktionsstätten in Sakai-City, Kameyama-City, Taki-cho und Tenri-City arbeiten unter den gegebenen Umständen normal. Das Unternehmen kündigte am Montag zudem die Unterstützung des Tohoku-Gebiets im Erdbebengebiet der Pazifikküste mit einer Spende von 100 Millionen Yen an. Darüber hinaus werde die Möglichkeit einer Spende von LCD-Fernsehern und anderen Gegenständen für das Evakuierungsgebiet geprüft. Die Spenden kämen mittels des Japanischen Roten Kreuzes und anderer Hilfsorganisationen an ihr Ziel, so Sharp. Von Sony hatte das US-amerikanische Brachenportal "Twice" etwa am Freitag berichtet, die Katastrophe habe die Schließung von sechs Fabriken zur Folge gehabt. Hunderte Mitarbeiter hätten festgesessen. Die Audiospezialisten Denon und Onkyo wollten sich bislang nicht zur Situation ihrer Werke im Stammland äußern.

Weitere Infos zu den Kameraherstellern Canon und Nikon lesen Sie hier.

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