Internet

IPv4: Adresspool ist leer

Lange in der Entwicklung, oft verschoben, wird es nun höchste Zeit, auf IPv6, den größeren Adresspool umzusteigen. Die bisher ungünstigsten Schätzungen werden derzeit übertroffen: der Pool der IANA ist seit heute morgen erschöpft.

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© University of Washington

Wie letzte Woche berichtet wurde für den morgigen Tag die Vergabe der letzten Adressen aus dem IPv4-Pool erwartet. Nun ist es heute schon so weit.

Die APNIC, für den AsiaPazifikraum zuständige Regional Internet Registry (RIR) hat heute von der IANA die beiden letzten regulär vergebenen Blöcke zugewiesen bekommen. Somit verbleiben bei der IANA nur noch fünf Blöcke, und nach den Regeln endet damit die reguläre Vergabe. Jetzt erhält im Rahmen der sogenannten "Exaustion Phase" ab Donnerstag jeder der weltweit 5 RIRs einen der letzten 5 Blöcke zur Weiterverteilung an die Provider. Die RIRs arbeiten dabei nach jeweils eigenen Regeln, so dass eine Aussage, wann alle restlichen Adressen an die Provider vergeben sind, schwierig ist.

Bei Twitter gibt es einen Tweet zum Mitverfolgen des Countdowns.

Die praktische Umsetzung des Übergangs zu IPv6 wird per Dual-Stack Prinzip realisert. Unsere Betriebsysteme und Technik sind für IPv6 bereits größtenteils vorbereitet, sodass für den Übergangszeitraum geplant ist, jeweils eine Adresse aus beiden Adressräumen zu vergeben, bis die Umstellung komplett ist. Leider ziehen noch nicht alle Provider mit ihren Zugangsservern an diesem Strang. Die lange vorbereitete und immer wieder verschobene Umstellung wird in diesem Jahr stattfinden müssen. Es ist kurz vor knapp.

Allerdings besteht kein Anlass zur Panik, die großen Provider sollten noch auf Monate hinaus IP-Adressen zur Vergabe an die Verbraucher haben.

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