Wallet-Diebstahl und Kundenfreundlichkeit

IOTA-Kurs stagniert zwischen wichtiger VW-Mitarbeit und drohendem Shitstorm

Der IOTA-Kurs stagniert: Nutzer kritisieren die Reaktion der Macher auf anhaltende Wallet-Diebstähle, währenddessen erhält die Foundation Verstärkung von VW.

johann Jungwirth VW Twitter Post

© Screenshot PC-Magzain

CDO Johann Jungwirth unterstützt IOTA im Aufsichtsrat.

Während die Krypto-Community den Umgang der IOTA Foundation mit den aktuell verstärkt vorkommenen Wallet-Diebstählen kritisiert, gibt es auch positive Neuigkeiten für die Anleger: VWs Chief Digital Officer Johann Jungwirth verstärkt offiziell das IOTA-Team. Der Kurs dümpelt derweil weiter bei knapp über 2 US-Dollar pro Token. Warum?

Nachdem zuerst in der Nacht von Samstag auf Sonntag Cyberkriminelle verstärkt IOTA Wallets plünderten, reagierten die IOTA Foundation oder Verantwortliche selbst noch gar nicht, bzw. kaum wahrnehmbar. Auf dem Blog gibt es immerhin einen allgemeinen Sicherheitspost​. Ob sich etwas daran ändert oder mehr kommt, ist fraglich. Denn schon so manchem User kamen Token durch Kriminelle abhanden - ohne hilfreiche Reaktion.

So antwortete zum Beispiel der IOTA-Gründer David Sonstebo vor einem Monat einem Wallet-Diebstahl-Opfer: "Nichts ist erbärmlicher als Krypto-Enthusiasten, die über die Folgen von Krypto jammern. [...]" Das lesen Sie unter anderem in einem inzwischen archivierten Reddit-Post.

Der ursprüngliche Post, auf den Sonstebo antwortete, lautet: "Hallo Jungs. Ich habe 30.000 US-Dollar in IOTA verloren und würde gerne wissen, was passiert ist. Bitte helft mir." Viele Nutzer zeigten sich über die kalte Reaktion des IOTA-Gründers brüskiert. Wie etwa "Antoher_Platypus", dem laut eigener Aussage die Lust vergeht, auch nur weitere zehn Cent in IOTA zu investieren. Aktuelle Tweets in der Krypto-Community erinnern an diese Reaktion und sorgen nicht für Mut bei Investoren.

Mehr Sicherheitshinweise gefordert

Zusammen mit den aktuellen Ereignissen kocht die Stimmung langsam über - und Investoren zu verärgern, ist keine gute Strategie. Schon länger sind Sicherheitsprobleme wie Online-generierte Seeds bekannt.

Ein Seed besteht aus 81 großen und kleinen lateinischen Buchstaben sowie mindestens einmal der arabischen Ziffer 9. Ein Seed ist der Generalschlüssel zu einer Wallet, die IOTA-Einheiten aufbewahrt, und ersetzt ein Login samt Passwort. Die Macher raten, sich einen individuellen Seed selbst zu basteln, anstatt dies von Online-Diensten übernehmen zu lassen.

Die "Sicherheitslücke" trifft die IOTA-Technik nicht an sich, die Geschehnisse vom Wochenende zeigen aber, wie schnell das Risiko in ernsthaften Verlusten enden kann.  IOTA "warnt" davor mehr oder weniger deutlich auf seiner Webseite, Hinweise in Wallets vermissen Nutzer jedoch. Nach den Vorfällen am Samstag gibt es vermehrt Artikel auf verschiedenen unabhängigen IOTA-Seiten. Von der Foundation kommen diese aber nicht.

Nutzer der IOTA Wallet beklagen, dass die Sicherheitsvorkehrungen auch für unerfahrenere Investoren deutlicher sein sollten. Kritik gibt es vor allem auch, weil das Sicherheitsproblem schon so lange bekannt ist und keine deutlicheren Maßnahmen dagegen erfolgten. IOTA indes weist alle Schuld der leer geräumten Wallets von sich. Die Investoren handeln selbstverantwortlich. Von Samstag (3,06 US-Dollar pro Token) auf Dienstag fiel der Wert eines IOTAs laut Coingecko auf 2,36 US-Dollar pro Einheit.

Lesetipp: IOTA kaufen und handeln in 15 Minuten

Spannend ist die weitere Entwicklung des IOTA-Kurses. Denn zum ersten Mal, seit die Kryptowährung ins öffentliche Bewusstsein gerückt ist, verärgert einer der Krypto-CEOs seine Community. Inwiefern das den Kurs zusätzlich drückt, lässt sich schwer sagen, denn auch der Bitcoin-Kurs taumelt und reißt viele Kurse von Altcoins mit sich. Als dezentral organisierte Währung ist die Entwicklung von IOTA unter anderem auch von der allgemeinen Stimmung abhängig. Denn eigentlich gibt es gute Nachrichten für die Kryptowährung.

IOTA: Drohender Shitstorm trotz guter Nachrichten

Der Volkswagen CDO Johann Jungwirth tritt nämlich dem IOTA-Aufsichtsrat und der IOTA-Foundation bei. Nach der offiziellen Kooperation zwischen IOTA und Bosch ist VW nun ein weiteres bekanntes Top-Unternehmen, das eine enge Mitarbeit mit der IOTA Foundation anstrebt.

Johann Jungwirth

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