Jack Zubarev im Interview

[Interview] Parallels-Präsident Jack Zubarev übers Cloud-Computing

Cloud-Computing heißt das neue Zauberwort, auch im Webhosting. Parallels-Präsident Jack Zubarev beantwortet unsere Fragen zu Trends und Chancen.

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Cloud-Computing heißt das neue Zauberwort, auch im Webhosting. Parallels-Präsident Jack Zubarev beantwortet unsere Fragen zu Trends und Chancen.

Auf dem Parallels Summit im Miami hatten wir die Gelegenheit, uns mit dem Webhosting-Spezialisten und Präsidenten von Parallels Jack Zubarev über Trends und Entwicklungen im Webhosting-Markt zu unterhalten.Internet Magazin: Welche Trends sehen Sie aktuell auf dem Webhosting-Markt allgemein und speziell in Deutschland? Jack Zubarev: Das Beste, was der Webhosting-Industrie in jüngster Zeit passieren konnte war, dass die Cloud-Technologie auf den Plan gekommen ist. Vor dem Cloud-Hype wurde Webhosting als Nischenmarkt angesehen. Aber jetzt hat der Cloud-Buzz plötzlich das Geschäftsfeld von Webhostern stark erweitert, weil Webhosting damit Teil eines viel, viel größeren Marktes geworden ist. Der Markt wird jetzt von Analysten begutachtet und es gibt großes Interesse seitens der Investoren. Was also jetzt passiert - von einem finanziellen Gesichtspunkt aus betrachtet - ist, dass die Investoren merken, dass Webhoster nicht nur Teil irgendeines kleinen Marktes sind, sondern eines absolut riesigen Marktes. Da entwickelt sich nicht nur eine Milliarden-Dollar- sondern eine 100-Milliarden-Dollar-Industrie. Ein weiterer Trend: Kleine Unternehmen haben bisher ausschließlich Webhosting und E-Mail genutzt. Aber jetzt bewegen sich genau diese Firmen sehr schnell voran und adaptieren andere Anwendungen in der Cloud - was ja nichts anderes ist als das, was die Webhosting-Firmen anbieten. Und das sind wesentlich kompliziertere Anwendungen wie beispielsweise Zeiterfassung, Projektmanagement, Gehaltsabrechnungen, Buchhaltung. Der Trend aus Parallels-Sicht ist eine Bewegung weg von lokal installierter Software hin zu Anwendungen in der Cloud. Und das besonders bei kleinen Unternehmen. Ich rede hier ausdrücklich nicht vom Enterprise-Markt. Wenn man darüber nachdenkt: Wenn Sie morgen eine Firma starten wollen, dann kaufen Sie nicht mehr einen einzelnen, physikalischen Server, das macht absolut keinen Sinn mehr. Sie werden stattdessen alles von einem Provider wie 1&1, Strato, Host Europe oder 1blu kaufen. Ich glaube, was viele Leute übersehen, ist, dass der Small-Business-Markt sehr stark in Bewegung ist - kleine Firmen tauchen genauso schnell auf, wie sie wieder verschwinden. Die durchschnittliche Lebensdauer eines Small Business - ich kenne da allerdings nur die US-Zahlen - ist rund zwölf Jahre. Von den kleinen Firmen, die heute gegründet werden, gibt es in zwölf Jahren also nur noch die Hälfte. Daraus ergibt sich, dass 50 Prozent der Small Businesses sich in Richtung Cloud bewegen werden, denn heute gestartete Unternehmen kaufen einfach nur noch Cloud-Services. Das sehen wir als einen Faktor, der die Bewegung in Richtung Cloud deutlich beschleunigen wird. Je kleiner das Unternehmen ist, desto leichter ist die Migration in die Cloud. Ein Unternehmen mit 300 Leuten, was immer noch ein kleines Unternehmen ist, aber sehr wahrscheinlich eigene IT-Mitarbeiter hat - Leute, die ihre Server anfassen können wollen, sind zurückhaltender, wenn es um die Migration geht. Sie verlieren zwar eigentlich keine Kontrolle, aber eine gewisse emotionale Verbindung zu ihrer IT-Infrastruktur. Aber auch in diesen Firmen wird es letztlich passieren. Internet Magazin: Sehen Sie eine Bewegung der Webhoster weg vom Consumer-Markt hin zum Small-Business-Markt? Jack Zubarev: Das Profil der Kunden verändert sich etwas. Wenn in der Vergangenheit ein kleines Unternehmen einen Webhosting-Service kaufte, dann war der Käufer nicht unbedingt der Eigentümer des Unternehmens. Es war ein IT-Berater, der das für die Firma einkaufte. Vor sechs Jahren adressierten die Hoster kleine Unternehmen nie direkt, sondern sprachen die Berater an, diese 1- oder 2-Mann-Firmen, welche die IT-Infrastruktur der kleinen Unternehmen betreuten und in deren IT-Strategie berieten. Jetzt aber kaufen immer mehr Eigentümer kleiner Firmen direkt. Dafür gibt es mehrere Erklärungen. Erstens sind die Dienste viel intuitiver und einfacher geworden. Zweitens gibt es eine neue Generation von Technik-affinen Firmeneigentümern, die es gewohnt sind, Dinge online zu kaufen und dafür keine Berater brauchen. Wenn Sie zum Beispiel schauen, was 1&1 vor einem Jahr gelauncht hat - das zielt ausdrücklich auf nicht technisch versierte Kunden [Anm. d. Red.: Gemeint ist "1&1 Firmen-Homepage"], im Gegensatz zu sonst typischen Shared-Webhosting-Angeboten. Sie nennen es nicht Webbaukasten, aber de facto ist es das natürlich: Aus ein paar einfach zu benutzenden Templates, für jede Branche etwas dabei, baut der Kunde seine Website. Noch ein Trend: Die Größe von Kunden im Small-Business-Segment verändert sich. Traditionell waren das SOHOs mit ein, zwei, drei Mitarbeitern. Aber heute werden immer mehr Firmen mit zehn und mehr Mitarbeitern Kunden von Webhostern. Und das ist natürlich eine große Chance, weil die IT-Ausgaben eines Einzelunternehmers viel kleiner sind als die eines kleinen Unternehmens mit Wachstumspotenzial. Dadurch vervielfacht sich die Chance, diesen Firmen weitere Services zu verkaufen. Für Kollaboration gibt es selten Bedarf, wenn man alleine arbeitet. Aber wenn man zu zehnt arbeitet, dann ist das schon sehr nützlich. Dasselbe gilt beispielsweise für Zeiterfassung, Terminplanung.

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