Haswell

Intels Haswell-Prozessoren: Supergrafik für "zu wenig" Strom

Intels neuer Haswell-Prozessor soll Anfang Juni auf den Markt kommen. Während die integrierte Grafik viele externen Grafikkarten toppt, könnten gerade Hawells ausgefeilte Stromsparmechanismen Probleme bereiten.

Intel plant eine eigene Set-Top-Box mit integrierter Kamera.

© Intel

Intel plant eine eigene Set-Top-Box mit integrierter Kamera.

Intels neue Haswell-Generation wird im professionellen Workstation- und auch Server-Bereich mit diskreten Grafikkarten der gehobenen Mittelklasse konkurrieren können. Haswell soll am 3. Juni, den Eröffnungstag der Computex, auf den Markt kommen.

Auch für die meisten Games dürften die Grafikfähigkeiten des neuen Chips völlig ausreichen. Hier könnten allerdings die von Gamern gerne eingesetzten wattstarken Netzteil-Boliden mit vielen hundert Watt besondere Probleme bereiten. Der Prozessor braucht einfach nicht soviel Energie. Ein Haswell-Quadcore mit integrierter GPU wird ohne weiteres mit einem 150 Watt Netzteil auskommen, solange keine zusätzliche Grafikkarte eingesetzt wird.

Das Problem wird von den ausgefeilten Stromsparmechanismen des Prozessors hervorgerufen. Im C6- und C7-Modus braucht der Prozessor Core i7 4770K nur noch eine Stromstärke von 0,05 Ampere, während bisherige Ivy-Bridge-Prozessoren den 10-fachen Strom zogen. Bei den geringen Stromstärken können viele Netzteile nicht korrekt arbeiten oder schalten ganz ab. Bisher war selbst bei High-End Netzteilen nicht üblich, minimale Stromstärken anzugeben, wodurch eine Einschätzung ihrer Tauglichkeit für Haswell-Boards nicht möglich ist.

Intel hat deshalb die Board-Hersteller angewiesen, die Möglichkeit zum Ausschalten der neuen C6- und C7-Stromsparfunktionen vorzusehen. Damit wäre die ausgefeilte Energieversorgung, ein wichtiges und von Intel besonders hervorgehobenes Feature von Haswell nicht nutzbar.

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