IFA 2016

Kaby Lake: Intel stellt neue Prozessor-Generation vor

Kaby Lake ist der Nachfolger von Skylake: Zur IFA 2016 hat Intel erste Prozessoren der siebten Core-i-Generation für Tablets und flache Notebooks vorgestellt.

PC aufrüsten - Rechner CPU Einbau (Symbolbild)

© Olexandr - Fotolia.com

Intel stellt neue PRozessoren vor (Symbolbild)

Ein Jahr nach Skylake kommen erste Prozessoren der Nachfolgegeneration Kaby Lake. Im Rahmen der IFA 2016 hat Intel die siebte Generation von Core-i-CPUs vorgestellt. Den Anfang machen insgesamt sechs stromsparende Zweikerner für Tablets und flache Notebooks.

Erst ab 2017 sollen größere Varianten für anspruchsvollere Rechner folgen. Einen direkten Grund zum Aufrüsten älterer Systeme von leistungshungrigeren Nutzern gibt es also erst einmal noch nicht. Erste mobile Geräte mit Kaby Lake kommen unter anderem von Acer, Asus und Medion.

Tick-Tock adé

Intel verabschiedet sich vom bisher bekannten „Tick-Tock“-Rhythmus für Prozessor-Neuveröffentlichungen. Dabei würde es jede zweite Generation eine neue Architektur geben, während dazwischen eine neue Fertigungstechnik für die jeweils aktuellen Prozessoren anstünde.

Nach den Skylake-Chips, die gegenüber Broadwell eine neue Architektur im 14-Nanometer-Fertigungsprozess bekamen, hält Intel mit Kaby Lake am 14-Nanometer-Verfahren fest. Die Fertigung wurde jedoch optimiert, damit mehr Takt und nochmals ein niedrigerer Energieverbrauch möglich sind.

Kaby Lake: Neue Intel-HD-Grafik

Das Hauptaugenmerk von Kaby Lake ist eine verbesserte, integrierte Grafikeinheit. Nach den Intel-HD-Chips der 500er- kommt die 600-Serie. Diese soll mit Hardware-Beschleunigung für HEVC und VP9 das Dekodieren von 4K-Videos ermöglichen, ohne den Hauptprozessor zusätzlich zu belasten. Das bringt mehr Akku-Laufzeit für mobile Geräte und weniger Hitzeentwicklung mit sich. Außerdem unterstützt die Grafikeinheit von Kaby Lake den Hardware-Kopierschutz „PlayReady 3.0 SL3000“ für moderne 4K-Streaming-Dienste.

Lesetipp: CPU-Kaufberatung 2016 - Intel oder AMD?

Intel Kaby Lake kommt dennoch wie Skylake ohne native Unterstützung für HDMI 2.0 aus, Hersteller müssen entsprechende Ausgänge – auch USB3.1 fehlt - per Zusatzcontroller auf dem Mainboard integrieren. Die ersten Prozessoren der Kaby-Lake-Reihe sind aus der Y- und U-Serie für Intels Mobilprozessoren. Es handelt sich jeweils um Zweikerner mit 4,5 (Y-Serie) und 15 Watt (U-Serie) Stromverbrauch. Es gibt jeweils drei Typen mit folgenden den Bezeichnungen:

Und:

Die Prozessoren werden zuerst in mobilen Geräten als Ein-Chip-System (SoC) verfügbar sein. Spätere Varianten für PCs und leistungsfähige Notebooks werden genau wie die jetzt vorgestellten Chips auf dem gleichen Pin-Design wie Skylake aufbauen. Ein neuer Sockel wird also nicht eingeführt und aktuelle Sockel-1151-Mainboards können Sie später weiter benutzen. Als Startschuss für die Desktop-Varianten gilt Anfang 2017. Informationen zu Preisen gibt es noch nicht.

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