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Nutzerschwund eine Ente? Instagram antwortet auf angeblich sinkende Stamm-User-Zahlen

Instagram veröffentlicht erstmals offizielle Zahlen zur Nutzerschaft. Dies scheint eine direkte Reaktion auf aktuelle Analysen von Appstats zu sein, wonach Instagram 65 Prozent der Stamm-User, wohl aufgrund umstrittener AGB-Änderungen, zu beklagen habe.
Instagram muss die Meldung zum Nutzerschwund für eine Ente halten. Der Bilderdienst veröffentlicht erstmals offizielle Zahlen. © Screenshot, http://instagram.com/
Instagram muss die Meldung zum Nutzerschwund für eine Ente halten. Der Bilderdienst veröffentlicht erstmals offizielle Zahlen.

Der Foto-Dienst Instagram ist und bleibt hochbeliebt. Das lässt zumindest die offensichtliche Antwort der Betreiber auf aktuelle Berichte mutmaßen, die einen Rückgang der Instagram-Nutzer nahelegten. Demnach habe Instagram weltweit 90 Millionen monatlich aktive Nutzer, die täglich insgesamt 40 Millionen Bilder hochladen. Innerhalb jeder Sekunde würden die Nutzer bei Instagram 8.500 Herzen - gleichbedeutend mit Facebook-Likes - vergeben und 1.000 Kommentare zu Bildern von Freunden und Bekannten schreiben.

Die Zahlen lassen sich auf der offiziellen Webseite von Instagram nachlesen und in Relation zu Analysen von Appstats betrachten, wonach Instagram einen Nutzerschwund von 65 Prozent zu beklagen habe. Appstats analysiert Zahlen lediglich für Facebook-Anwendungen, womit sich der enorme Unterschied zwischen den MAU-Werten (Monthly Active Users; auf Deutsch: monatlich aktive Nutzer) erklären ließe. Appstats zeigte laut unserer aktuellen Instagram-Meldung zum Nutzerrückgang positive MAU-Wertentwicklungen von 41 bis 49 Millionen für die vergangen 30 Tage an.

Demnach müsste eine steigende Anzahl von Personen die dedizierten Apps von Instagram für Tablets und Smartphones nutzen, um den angeblichen Rückgang von Instagram-Nutzern auszugleichen, die den Dienst täglich verwenden. Mit den aktuellen Zahlen aus dem Instagram-Pressebereich antwortet der Betreiber zwar mit eindrucksvollen Werten. Eine Kommentierung oder gar eine Analyse zur Entwicklungskurve sind jedoch nicht gegeben beziehungsweise unmöglich.

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Des Weiteren sagt der MAU-Wert nicht aus, wie oft Nutzer im Monat bei Instagram Bilder hochladen oder kommentieren. Es kann sich also auch um Einmaltester handeln, die die von Appstats angedeutete, allgemeine Trendentwicklung nach unten belegen würden. Zudem ist es auch denkbar, dass sich Nutzer nach Bekanntwerden der umstrittenen und daraufhin angepassten Instagram-AGB  noch einmal einloggten, um ihren Account zu löschen. Auch diese müssten bei den Werten der monatlich aktiven Nutzer Beachtung finden.

 
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