Foto-App

Instagram führt Werbeanzeigen ein

Die Foto-App des sozialen Netzwerkes zählt mittlerweile über 150 Millionen aktive Nutzer und innerhalb des nächsten Jahres will Facebook auch hier Werbeangebote einführen.

Der Bilder-Service Instagram und der Kurnachrichtendienst Twitter trennen sich.

© Screenshot, http://instagram.com/

Der Bilder-Service Instagram und der Kurnachrichtendienst Twitter trennen sich.

Instagrams Director of Business Administration, Emily White gab bekannt dass die Foto-App innerhalb des kommenden Jahres bezahlte Werbeangebote einführen wird. Mit über 150 Millionen Nutzern weltweit gehört der Dienst zu den beliebtesten Smartphone-Apps. Facebook kaufte den Service im Jahre 2012 und will jetzt daraus zukünftig Profit schlagen.

Zahlreiche Firmen nutzen Instagram bereits für Kampagnen und nun will die Facebook-Tochterfirma auch daran verdienen. Diese Neuigkeit wird manchem User der Foto-App nicht gefallen. So könnte dann etwa in der Suchfunktion Werbung auftauchen, heißt es in einem Bericht des Wall Street Journal. Unternehmen seien jedoch daran interessiert, Fotos von Produkten mit ihrer Webseite zu verknüpfen.

Im April 2012 hatte Facebook die App für rund 800 Millionen US-Dollar gekauft, nach eigenen Angaben nutzten damals rund 30 Millionen Menschen das Programm Instagram. Mit der Foto-Applikation können Handynutzer Fotos schießen, mit künstlerischen Effekten verändern und sie sofort auf Facebook hochladen.

Im Januar dieses Jahres zog Instagram die angekündigten Datenschutz-Regeln nach Nutzerprotesten wieder zurück.

Verliert die App ihren "Coolness-Faktor"?

Instagram muss damit rechnen, dass diese Neuerung manch einen User kosten könnte. Emily White zufolge war es eine große Herausforderung, einen Weg dafür zu finden, ohne "Instagrams Coolness-Faktor zu mildern". Dieser soll als oberste Priorität erhalten bleiben.

Jetzt kommt es also ganz auf die Umsetzung dieses Vorhabens an. So können beispielsweise die Gelder, die mit geschalteten Werbungen verdient wurden, wieder zurück in die Entwicklung der App fließen. Davon hätten dann wiederum die Nutzer etwas. Und auch für Facebook ist eine Applikation, die sich selbst finanziert, wesentlich attraktiver und bekommt dadurch mehr Aufmerksamkeit. Es bleibt abzuwarten, wie die User-Gemeinde auf die Werbe-Schaltungen reagiert. Noch ist kein Starttermin bekannt.

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