Telekommunikationsmarkt

Huawei lässt Ericsson hinter sich

Der chinesische Telekommunikationsausrüster Huawei steigert seinen Umsatz im ersten Halbjahr 2014 um 19 Prozent und sticht seinen Konkurrenten Ericsson aus.

Huawei Headquarters Firmensitz

© Huawei

Huawei bringt es in der ersten Jahreshälft 2014 auf einen Umsatz von 21,9 Milliarden US-Dollar.

Huawei ist es laut eigenen Angaben in der ersten Jahreshälfte 2014 gelungen, seinen Umsatz um 19 Prozent auf umgerechnet 21,9 Milliarden US-Dollar zu vergrößern. Als operative Marge gab der chinesische Telekommunikationsausrüster 18,3 Prozent an. Im Vergleich dazu brachte es der schwedische Konkurrent Ericsson, der sich mittlerweile aus dem Endkundenmarkt zurückgezogen hat, auf einen Umsatz von ca. 15 Milliarden US-Dollar.

Erwartungen wurden erfüllt

Auch wenn sich Huawei bei den Gewinnen bedeckt hielt, betonte seine Finanzchefin Cathy Meng, dass die "bisherigen Einnahmen und erzielten Profite den firmeninternen Erwartungen durchaus entsprechen". Die erfreulichen Zahlen der ersten Jahreshälfte 2014 seien in erster Linie den "weltweit steigenden Investitionen in LTE-Netzwerke" zu verdanken, so Meng weiter. Darüber hinaus habe die Marke Huawei im letzten Jahr erheblich an Bekanntheit gewonnen und die Verkaufszahlen im Bereich Smart Devices ankurbeln können. So werde etwa das hauseigene "Flaggschiff-Smartphone" Ascend P7 inzwischen in mehr als 70 Länder und Regionen verkauft.

Verhandlungen mit der Telekom

Bereits im Juni 2014 hatte Huawei verlauten lassen, dass man sich in Verhandlungen mit der Telekom befinde. Dabei beriet man sich über eine Technologie namens Super Vectoring, mit deren Hilfe Huawei glaubt, Datenübertragungsraten von 200 Mbit/s bis 400 Mbit/s erreichen zu können. Andere Ausrüster brächten es dagegen bei der Anwendung derselben Technologie nur auf vergleichsweise langsame 100 Mbit/s für Endkunden.

Da die Deutsche Telekom einem großflächigen Ausbau des Glasfasernetzes aber bisher abwartend gegenübersteht, ist es unwahrscheinlich, dass man sich diese Chance entgehen lässt. Schließlich muss beim deutschen Unternehmen schleunigst eine höhere Datenübertragungsrate her, wenn man der Konkurrenz aus dem TV-Kabelnetz dauerhaft die Stirn bieten möchte.

Mehr zum Thema

Telekom, Vectoring, Glasfaser
Internetanschluss

Am 30. Juli 2014 will die Deutsche Telekom der Bundesnetzagentur eine Liste mit ca. 38.000 Kabelverzweigern übergeben, die sie für die…
humble bundle, sega, mobile
Sega Mobile Bundle für Android

Ab sofort ist das neue Humble Sega Mobile Bundle für Smartphones und Tablets mit Android erhältlich. Für einen frei wählbaren Preis sind derzeit 3…
Microsoft,Logo
Microsoft Quartalsbilanz

Microsofts Quartalszahlen zeigen, dass CEO Satya Nadella auf der richtigen Spur ist. Die Umsätze steigen stark an, der Gewinn sinkt aber wegen des…
amazon, apps, gratis, blitzer.de plus, i fuehrerschein fahrschule 2014
Blitzer, Fahrschule & Co.

Auf Amazon gibt es Gratis-Apps im Wert von über 75 Euro. Diesmal attraktiv: Blitzer.de Plus, i-Führerschein Fahrschule 2014 und mehr.
Screenshot: Super Smash Bros.
Games für Android und iOS

Nintendo geht eine Kooperation mit dem Smartphone-Games-Etnwickler DeNA ein und arbeitet künftig an Videospielen für iOS, Android und Co.