Firefox-Erweiterung

HTTPS Everywhere 1.0 veröffentlicht

Die EFF hat die Firefox-Erweiterung HTTPS Everywhere in der Version 1.0 bereit gestellt, die damit den Beta-Status verlässt. Mit dem Add-on werden mehr als 1000 Websites automatisch über eine SSL-verschlüsselte Verbindung aufgerufen. Datenspitzel sollen so außen vor bleiben.

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© Electronic Frontier Foundation (EFF)

Die Entwicklung der Firefox-Erweiterung HTTPS Everywhere hat vor etwas mehr als einem Jahr begonnen. Google hatte den Anstoß geliefert, indem es seine Web-Suche auch über eine SSL-Verbindung anbot. Die Code-Basis für HTTPS Everywhere bildet eine entsprechende Funktion in der beliebten Erweiterung NoScript. Die Datenschutzorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) hat das Add-on gemeinsam mit dem TOR-Projekt (The Onion Router) entwickelt.Auf vielen Websites ist es leider nicht damit getan beim Aufruf das "http" durch "https" zu ersetzen, um die Verbindung zu verschlüsseln. Oft müssen auch interne Links angepasst werden, zum Teil liegt das SSL-Angebot einer Website sogar auf einer anderen Domain als die unverschlüsselte Variante, etwa bei der Wikipedia. Die nötigen Anpassungen nimmt HTTPS Everywhere automatisch vor. Es bringt dazu eine inzwischen auf mehr als 1000 Websites angewachsene Liste mit, in der neben Google, Facebook und Twitter auch GMX und Paypal enthalten sind.Ein Lauscher im lokalen Netzwerk könnte alle HTTP-Verbindungen belauschen und mitschneiden, um etwa Passwörter und andere persönliche Informationen abzugreifen. In offenen WLANs kann sogar Jedermann mit Hilfe der Erweiterung FireSheep andere Benutzer des Hotspot ausspionieren, ihre Sitzungsdaten kopieren und sich so in ihrem Namen bei einem anmeldepflichtigen Dienst einloggen.Die EFF fordert anlässlich der Fertigstellung der Version 1.0 weitere Website-Betreiber dazu auf ihre Angebote auch über HTTPS bereit zu stellen. Man könne Nutzer von Google, Wikipedia oder Facebook schützen, nicht jedoch die von Bing oder Yahoo. Diese Suchmaschinen bieten keine SSL-Verbindungen an.

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