Update machen!

HP-Notebooks mit vorinstalliertem Keylogger

Ein Sicherheitsforscher entdeckte, dass in einigen HP-Notebooks immer noch Keylogger ab Werk integriert sind. Ein Update hilft, hier geht es zum Download.

Der US Secret Service warnt vor Keyloggern auf kompromittierten Hotel-Rechnern.

© Maksim Kabakou - shutterstock.de

HP muss erneut vorinstallierte Keylogger patchen.

Einige HP-Notebooks haben immer noch einen Keylogger ab Werk integriert, entdeckte ein Sicherheitsforscher. Die Keylogger sind vom Hersteller eigentlich nicht beabsichtigt und stellen eine Sicherheitslücke dar. Nutzer können sich dafür ein Update herunterladen. Dies ist 2017 bereits der zweite Fall von deaktivierten Keyloggern auf HP-Systemen.

Schon im Mai diesen Jahres musste HP einen Patch für Audio-Treiber ausspielen. Zum Update des Sicherheitspatches gehen Sie auf die HP-Supportseite. Dort sehen Sie auch welche Modelle betroffen sind. Neben einigen günstigen Notebooks für Endverbraucher ist der Keylogger auch auf HP-Geräten für professionelle Anwendungen installiert. Damit Ihr Notebook vor Cyberkriminellen geschützt ist, sollte Ihr System immer auf dem neusten Stand sein.

Bei den HP-Notebooks ist der Keylogger zu Beginn grundsätzlich deaktiviert. Wie der Sicherheitsforscher Michael Myng in seinem Blog schreibt, könnte ein Hacker das Tool zum Mitschneiden von Tastatureingaben allerdings aktivieren. Aus den so gesammelten Informationen lassen sich Passwörter und andere private Details ableiten.

Lesetipp: Schutz vor Keyloggern: So beugen Sie vor

Der Keylogger-Code ist in der Datei SynTP.sys verborgen, die zum Synaptics-Touchpad-Treiber gehört und der Code ist ein vergessener "Rest vom Debugging". Hacker aktivieren den Keylogger über eine Änderung in der Windows-Registry. Für solche Eingriffe fragt Windows allerdings in der Regel um Erlaubnis. Diese fehlt dem Hacker im Normalfall. Nichtsdestotrotz sollten Nutzer das Update für Ihr HP-Notebook von der Hersteller-Webseite herunterladen.

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