Interview

HiFi-Profi Ernst Schmid über AmbienTone-Lautsprecher

Ernst Schmid, Geschäftsführer der HiFi-Profis in Frankfurt und in-akustik-Händler des Jahres 2011, spricht über die unsichtbaren Lautsprecher der AmbienTone-Serie.

Ernst Schmid, Geschäftsführer der HiFi-Profis in Frankfurt

© Hersteller/Archiv

Ernst Schmid, Geschäftsführer der HiFi-Profis in Frankfurt

Connected Home: Seit wann befassen Sie sich mit Home-Installation?

Ernst Schmid: Eigentlich seit ich mich selbstständig gemacht habe. Ab 1990 hatten wir bei den HiFi-Profis eine große B&O-Abteilung, und die Dänen haben ja in Sachen Multi-Room Pionierarbeit geleistet. Allerdings ging es in den Anfängen meist nur um Lautsprecherkabel. Heute umfasst das Thema viele Sachen wie Netzwerke und Satelliten-Antennenanlagen. Da kommt der Handwerker ins Boot. Für Gira-Home-Automation etwa brauchen wir die Unterstützung von Spezial-Installateuren.

Connected Home: Wie stehen Sie der gegenwärtigen Entwicklung gegenüber?

Ernst Schmid: Wir sehen das sehr positiv. Es geht dabei auch mal vorrangig um Klang oder Gesamtkonzepte, nicht nur um den billigsten TV-Bildschirm. Leider ist dieses Thema weitgehend mit Neubau oder Renovierung verbunden. Wir kommen gewöhnlich ganz zum Schluss, wenn der Bauherr bereits mit den Nerven fertig ist. Aber immerhin wird der Service ziemlich gerne angenommen. Ein lohnendes Geschäft ist es allerdings nur dann, wenn man eine gute Leistung abliefert und nicht nachbessern muss.

Connected Home: Der Service wird also gerne angenommen. Wohin geht der Trend?

Ernst Schmid: Das typische Projektgeschäft macht inzwischen immerhin ein Drittel unseres Umsatzes aus - mit steigender Tendenz. Mittlerweile lässt sich auch ein Trend zu "Multi-Room light" beobachten. Das heißt: Systeme mit geringem Installationsaufwand oder intelligente TVs mit WLAN. Diese Sachen lassen sich leicht nachträglich ins Haus oder in die Wohnung integrieren, und der Kunde kann sofort sein Multi-Room-Netzwerk verwenden.

AmbienTone: Einbaulautsprecher von in-akustik

Das Erfolgsgeheimnis dabei lautet, zu wissen, wie es geht. Manche Systeme sind wirklich Plug & Play und der Kunde kann sie sogar selbst installieren.

Es gibt allerdings noch einen weiteren Trend: Systeme, die wirklich einen Anspruch auf perfekte Gestaltung erfüllen. Etwa durch TV-Bildschirme oder Leinwände, die nur bei Gebrauch überhaupt sichtbar werden, und ganz unsichtbare Lautsprecher. Die Architekten lieben deshalb auch AmbienTone-Flachlautsprecher. Das ist der absolute "Frauenakzeptanzfaktor".

Mit AmbienTech verkaufen wir zum Beispiel viel einfacher Surround-Systeme, weil plötzlich nicht mehr fünf Boxen herumstehen müssen.

Der Kunde sagt: "Surround kriege ich nicht durch, ich bin froh, dass ich meine beiden Hauptlautsprecher durchbekommen habe." Dann bestücken wir die Surround-Kanäle mit unsichtbaren AmbienTech-Flachlautsprechern und seine Frau ist auch zufrieden.

Das Gleiche gilt für Musik in Küche oder Bad. Viele Frauen wollen noch nicht einmal Deckenlautsprecher sehen. Wenn wir dann die unsichtbaren AmbienTech-Speaker vorführen, sagt sie: "Oh, die können wir dann auch im Esszimmer einbauen."

Connected Home: Gibt es denn keine Nachteile der neuen Technik?

Ernst Schmid: Man muss halt ein wenig tricksen. Für höhere Pegel oder tiefere Bässe brauchen alle Panels einen Subwoofer. Da müssen wir ein wenig zaubern, um ihn verschwinden zu lassen. Wichtig ist: Bis jetzt haben wir keine Ausfallrate, denn das wäre sehr ärgerlich.

AmbienTech: Stilvolle Kabelschächte mit Lichtinstallation

Schließlich ist verputzen oder überstreichen optisch das Beste, und eine Reparatur wäre mit viel Aufwand verbunden. Manche sagen allerdings: Damit kann man keine Musik hören. Wir sagen dagegen: Wenn man es gut macht, misst man es ein.

Bei uns bekommt gewöhnlich jeder Lautsprecher eine eigene Endstufe mit digitaler Entzerrung. Die meisten von unseren Kunden verwenden als Hauptlautsprecher hochwertige Produkte und die AmbienTech-Panels für Nebenräume, Surround oder Designlösungen. Das überzeugt vollkommen.

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