Patent Wars

Google verlangt 4 Milliarden US-Dollar jährlich von Microsoft

Google hat vor Gericht von Microsoft vier Milliarden US-Dollar pro Jahr für Patente in seinem Besitz gefordert. Die Alternative wäre, den Verkauf der XBox in den USA einzustellen.

Google hatte im Februar diesen Jahres Motorola Mobillity für 12,5 Milliarden US-Dollar erworben. Viele Analysten sahen den Grund für den Zukauf hauptsächlich als eine Vergeltungsmaßnahme gegenüber Microsoft. Mit dem Erwerb von Motorolas Mobilsparte gingen auch Patente in den Besitz von Google über, die sich unter anderem auf die Xbox 360 beziehen.

Bereits 2010 hatte Motorola eine Klage wegen Verletzung von Patenten eingereicht. Dabei ging es hauptsächlich um den Videocodec H.264 zur Videokompression . Betroffen davon sind die Produkte Xbox 360, Windows Media Player, Internet Explorer und Windows 7. Windows hatte im Gegenzug vor der Europäischen Komission Motorola wegen überzogenenr Forderungen verklagt.

Am 24. April diesen Jahres wurde Microsoft von der Internationalen Handelskommission der USA für schuldig befunden, gegen vier von fünf der Patente verstoßen zu haben, die jetzt im Besitz von Google sind. Dies ist noch keine endgültige Entscheidung und Microsoft war zuversichtlich, dass die Kommission im Endeffekt zugunsten von Microsoft entscheiden werde. Jetzt hat Google jedoch vor Gericht vier Milliarden US-Dollar pro Jahr von Microsoft für die Nutzung der Patente gefordert.

Nun ist Microsoft am Zug, sich mit Google zu einigen. Sollte es keine Einigung geben und Google gewinnt vor Gericht, steht für Microsoft einiges auf dem Spiel. Bei einer Niederlage könnte Microsoft den Markt für die Xbox 360 in den USA verlieren.

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