Konzentrationsübung

Google-Labs sollen geschlossen werden

Die Google-Labs waren bislang die Heimstatt für eine Vielzahl oft recht ambitionierter Projekte. Die Förderung all dieser Projekte erweckte durchaus den Eindruck, dass Google die Innovationskraft eines solchen Ideenzoos zu schätzen und zu nutzen wusste. Nunmehr überrascht Google in seinem offiziellen Blog mit der Meldung, dass nur noch wenige, bereits marktgängige Sparten weiter gefördert werden sollen, was die Einstellung des großen Restes und damit ein Ende der Google-Labs in der bisherigen Form bedeutet.

Unter der beziehungsreichen Überschrift "more wood behind fewer arrows" kündigt Google in seinem offiziellen Blog radikale Einschnitte bei seiner Entwicklungsabteilung an. Nur noch die direkt den Produkten zugeordneten Labs wie die Mail Labs und die Maps Labs sollen weiter bestehen, andere wie Android werden direkt in die entsprechenden Produkte überführt. Für die meisten dürfte es das Aus bedeuten.

Schon seit einiger Zeit hat Google verschiedene seiner Dienste wie beispielsweise sein Web-Verzeichnis stillschweigend eingestellt. Dennoch galt Google bislang als eines der innovationsfreudigsten Unternehmen des Webs, welches oft jahrelange Experimente öffentlich durchzog und testen ließ, auch wenn diese letztlich nicht zu meßbarem Erfolg führten; und welches auch seinen angestellten Entwicklern die Freiheit ließ, nennenswerte Teile ihrer Arbeitszeit eigenen Projekten zu widmen. Google Labs beherbergt derzeit noch über 50 Projekte zu unterschiedlichsten Themen. Mit dem Kahlschlag dieser Vielfalt ist eine Abkehr von der bisherigen Unternehmenskultur unübersehbar.

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