Heimvernetzung

Google kauft Nest Labs für 3,2 Milliarden US-Dollar

Das Unternehmen Nest Labs, Spezialist für vernetzte Haustechnik, wurde für 3,2 Milliarden US-Dollar von Google übernommen. Mit diesem Kauf steigt der Android-Konzern in die Hausautomation ein.

Google kauft Nest Labs für 3,2 Milliarden US-Dollar

© Nest Labs

Mit dem Kauf von Nest steigt der Android-Konzern in die Hausautomation ein.

Für umgerechnet 2,25 Milliarden Euro kauft der Suchmaschinen-Gigant das amerikanische Unternehmen Nest Labs. Nest Labs ist unter anderem Spezialist für vernetzte Haustechnik, Hausautomation sowie Rauchmelder und intelligente Thermostate. Die beiden Gründer von Nest Labs, Matt Rogers und Tony Fadell, arbeiteten schon gemeinsam bei Apple und entwickelten dort die ersten Generationen des iPads und des iPhones.

Nach der Übernahme durch Google soll Fadell Nest Labs weiterführen, auch der Markenname bleibt erhalten. Bis es jedoch soweit ist, wird noch etwas Zeit vergehen. Zunächst müssen noch behördliche Genehmigungen bezüglich der Übernahme eingeholt und abgestimmt werden.

Ist der Kauf offiziell abgeschlossen, hat Google Zugriff auf die gesammelten Nutzerdaten der installierten Heimautomationsgeräte. Nest Labs sammelt und wertet diese bereits jetzt aus, um die bestehende Technik zu verbessern. Das Unternehmen betont jedoch, dass diese Daten auch zukünftig lediglich für den Betrieb und die Verbesserung der angebotenen Geräte, Dienste und Leistungen verwendet werden sollen.

Außerdem versichert Matt Rogers, dass es für den Kunden keinerlei Änderungen in Bezug auf die Unterstützung von iOS-Geräten geben werde. Die Nest-Technik könne weiterhin von iOS- und Android-Systemen kontrolliert und eingestellt werden, ebenso per Browser-Zugriff.

Bereits 2009 unternahm Google die ersten Schritte im Bereich der vernetzten Haustechnik. Das damals entwickelte Tool namens "PowerMeter" sollte Daten der heimischen digitalen Stromzähler auf der eigenen Google-Startseite anzeigen. So sollte der User beim Stromsparen unterstützt werden. Der Dienst wurde jedoch Mitte 2011 wieder eingestellt, da er nicht den erwarteten Anklang bei den Nutzern fand.

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