Hacker erfolgreich

Chinesische Cyberdiebe erbeuteten US-Abhördaten von Google

Ende 2009 wurde Google das Opfer chinesischer Hacker-Attacken. Anfang 2010 gab der Internet-Konzern bekannt, dass chinesische Menschenrechts-Aktivisten Ziel der Cyberangriffe waren. Das muss jetzt korrigiert werden. Anscheinend wurden sensible US-Spionagedaten erbeutet.

Chinesische Hacker haben Google-Server gehackt und dabei US-Abhördaten entwendet.

© Screenshot: WEKA; Google

Google Deutschland ist nicht für Google USA zuständig. Der Hallenser Künstler Tomas Alexander Hartmann scheitert vor dem Amtsgericht mit einer Klage wegen Rufmord.

Google hatte Anfang 2010 über Cyber-Angriffe informiert. Als Quelle wurden damals chinesische Hacker ausgemacht und als Ziel die E-Mail-Konten chinesischer Menschenrechtsaktivisten benannt. Es schien starke Beweise dafür zu geben, dass chinesische Regierungsstellen diese Cyber-Angriffe durchführten. Wie die amerikanische Presse jetzt unter Berufung auf hohe Regierungsbeamte berichtet, war das vorrangige Angriffsziel tatsächlich eine Datenbank, in der Google die gerichtlich angeordnete Überwachungsaufträge von Gmail-Konten gesammelt hatte.

Aus diesen Informationen kann dann hervorgehen, welche chinesischen Spione die US-Regierung überwachen lässt. Mit Hilfe der bereits jahrelang gesammelten Daten könnte China dann seine Spione warnen, sie rechtzeitig einem eventuellen Zugriff entziehen oder auch gezielt Falschmeldungen lancieren.

Wie groß die von den Hackern erbeutete Datenmenge tatsächlich ist, wurde nicht bekannt gegeben. Weder Google noch das FBI kommentierten die Meldungen. Die neuen Erkenntnisse werden auch im Zusammenhang mit den im April von Microsoft bekannt gegebenen Angriffen gesehen. Auch auf den Microsoft-Servern hatten Hacker gezielt nach E-Mail-Konten gesucht, die wegen richterlicher Anordnung überwacht wurden.

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