Keine Wettbewerbsverzerrung

Google nutzt Monopol laut US-Handelsbehörde nicht illegal aus

Google entgeht endgültig einer Klage der Federal Trade Commission. Die US-Handelsbehörde hat am 3. Januar 2013 das Kartellverfahren gegen den Suchmaschinengiganten eingestellt. Google nutze sein Monopol bei den Suchergebnissen nicht illegal aus. Dafür gibt es Zugeständnisse bei Mobilfunk-Patenten und bei der Online-Werbung.

Die FTC stellt das Kartellverfahren gegen Google ein. Google nutze sein Monopol nicht illegal aus.

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Die FTC stellt das Kartellverfahren gegen Google ein. Google nutze sein Monopol nicht illegal aus.

Das Kartellverfahren gegen Google wurde vom FTC, der US-Handelsbehörde Federal Trade Commission, am 3. Januar 2013 eingestellt. Der Suchmaschinengigant entgeht damit einer Wettbewerbsklage, die im Extremfall mit massiven Auflagen verbunden gewesen wäre. Der schwerwiegendste Vorwurf der Manipulation von Suchergebnissen zugunsten eigener Angebote sei nicht haltbar. Somit endet eine über 19 Monate andauernde Untersuchung der FTC mangels Beweisen.

Stattdessen heißt es laut FTC, einzelne Änderungen bei den Google-Algorithmen und den daraus resultierenden Verschiebungen bei Suchergebnissen seien gerechtfertigt und würden der Verbesserung von Google dienen. Microsoft sah sich beispielsweise im Nachteil, da Google-Produkte wie etwa "Street View" oder Googlemail gegenüber eigenen Diensten wie entsprechend "Bing Streetside" oder Windows Live bei den Suchergebnissen bevorzugt würden. Google muss seine Suchergebnisse nun also nicht zugunsten der Konkurrenten anpassen.

Dafür sollen die Verantwortlichen beim Suchmaschinengiganten den Mitbewerbern Zugriff auf Motorola-Patente für Basis-Technologien von Smartphones oder Tablets gewähren. Die Google-Tochter Motorola hält als Mobilfunk-Urgestein über 17.000 entsprechender Patente. Außerdem bekommen Werbetreibende künftig mehr Freiheiten bei der Gestaltung und Organisation ihrer Kampagnen. Bestimmte Webseiten-Betreiber können nun etwa bestimmen, ob ihre Restaurant-Tipps von Google-Diensten genutzt werden dürfen, oder ob sie lediglich in den normalen Suchergebnissen auftauchen sollen.

"Die von Google gemachten Zugeständnisse stellen sicher, dass Konsumenten weiterhin die Vorteile eines Wettbewerbs im Online- und Mobilfunkmarkt genießen können", sagte Jon Leibowitz - Chef der FTC. Der Google-Chefjustiziar David Drummond ergänzte: "Googles Dienste sind gut für die Nutzer und gut für den Wettbewerb." Google hat in den USA über 60 und in Europa rund 90 Prozent Marktanteil. Den Rest teilen sich hauptsächlich Bing von Microsoft und Yahoo. Tipp: Folgen Sie dem PC Magazin auf Facebook .

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