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Google erlaubt bei G+ 'etablierte' Nicknames

Google erlaubt in Google + ab sofort eingeschränkt die Verwendung von Nicknames. Die Verwendung ist allerdings an Bedingungen geknüpft: Der Nickname muss etabliert sein. Weitere Lockerungen soll es später geben.

Google hatte bei der Einführung von Google+ viele potenzielle Nutzer abgeschreckt mit dem Zwang zur Registrierung mit Klarnamen. Nicknames waren nicht erlaubt.Im Oktober 2011, auf dem Web 2.0 Summit hatte Vic Gundotra, Chef von Google+, eine Lockerung dieser Praxis angekündigt. Jetzt folgen der Ankündigung erste Taten.Bradley Horowitz, Vicepresident Product bei G+, stellt in seinem Blog die Lockerungen vor. Horowitz sagt, man habe bei G+ von Anfang an das Anmeldeverhalten der Nutzer genau beobachtet. Nur 10% der Nutzer versuchen angeblich, sich mit etwas anderem als ihrem Klarnamen anzumelden. Bei der Analyse dieser 10% stellte sich heraus, dass 60% davon sich gerne mit einem Nickname anmelden würden, 20% seien Firmen, die ihr Profil aber besser bei Google Pages realisieren würden. Die verbleibenden 20% sind Nutzer, die Pseudonyme oder andere Kunstnamen verwenden möchten.Die Wünsche der Mehrheit will G+ nun erfüllen, indem es Namenszusätze erlaubt. Als Beispiel wird Dwayne "The Rock" Johnson angeführt. Hier kann in Zukunft das Profil durch Hinzufügung von "The Rock" editiert werden. Wer sich zukünftig nur mit einem Nickname registriert, wird vermutlich eine Mail erhalten mit der Bitte, nachzuweisen, dass dies ein 'etblierter Nickname' ist. Die Kriterien hierfür sind etwas schwammig gefasst. Ein Nachweis lässt sich demnach durch etablierte Einbürgerung des Nicknames in Offline-Publikationen oder eine nachweisbare Bekanntheit des Pseudonyms im Internet führen. Weiterhin gelten in offiziellen Papieren eingetragene Künstlernamen als Nachweis. Google hat eigens eine Seite zu G+-Namen angelegt, die die Kritereien etwas klarer fasst.Horowitz verspricht, auch nach dieser ersten Lockerung weiter zuzuhören und zu versuchen, die Wünsche der Community zu berücksichtigen. Er gibt in dem Zusammenhang aber zu bedenken, dass eine Änderung am Profil in G+ sich auf alle Dienste auswirkt, die mit G+ zusammen arbeiten.

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