KI und maschinelles Lernen

Google sticht Facebook aus und übernimmt Deepmind

Die Londoner Firma Deepmind wurde jetzt von Google übernommen. Google hat damit Facebook ausgestochen, das ebenfalls an den KI-Spezialisten interessiert war. Der Kaufpreis soll 500 Millionen US-Dollar betragen haben.

Deepmind für 500 Millionen US-Dollar gekauft: Google sticht Facebook aus und übernimmt eine weitere Firma.

© Screenshot: WEKA, www.deepmind.com

Deepmind für 500 Millionen US-Dollar gekauft: Google sticht Facebook aus und übernimmt eine weitere Firma.

Google hat in jüngster Zeit Projekte wie die Entwicklung selbstfahrender Autos gestartet, da passt der Zukauf von "Künstlicher Intelligenz" gut in das Entwicklungsschema. Auch Facebook interessiert sich neuerdings verstärkt für KI. Wie die "Financial Times" berichtete, hatte Google mit einem Gebot von 500 Millionen Dollar (365 Mio Euro) Facebook überboten - der Preis wurde allerdings offiziell nicht bestätigt - und übernimmt nun das KI-Startup "Deepmind".

Für die Auswertung großer Datenbestände und für Dienste wie "Google Now", die dem User eine Art von persönlicher Assistenz bieten sollen, könnte die Nutzung der Methoden der KI zukunftsträchtig sein. Deepmind beschäftigt sich nach eigenen Angaben vor allem mit dem Bereich "Maschinenlernen", also der Entwicklung selbstlernender Algorithmen.

DeepMind Technologies wurde 2012 in London von Demis Hassabis gegründet und konnte nach den Angaben aus Wirtschaftskreisen bereits namhafte Investoren von Risikokapital für sich interessieren. Das Unternehmen beschäftigt etwa 75 Mitarbeiter, die bisher Software für Simulation, für  E-Commerce und Spiele entwickelt haben.

Lesetipp: Alles über Künstliche Intelligenz

Der Gründer Hassabis war bereits in jungen Jahren als Schach-Wunderkind hervorgetreten und hat sich u.a. mit Spiele-Programmierung und mit Neurowissenschaften beschäftigt. Die von Deepmind anvisierte Hürde des selbstständigen Lernens von Programmen kann als der entscheidende "Knackpunkt" der KI gelten. Damit die KI nicht aus dem Ruder läuft, soll sie von einem google-eigenem Ethik-Rat gezähmt werden.

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