Google Chrome ohne Webkit

Google setzt auf eigene Browser-Engine Blink

Bislang baute Googles hauseigener Browser Chrome auf Webkit auf. Auf dieser Rendering-Engine zur Web-Darstellung setzt auch Apples Safari auf. Googles geht nun eigene Wege mit seinem neuen Browser-Kern Blink, der schon die übernächste Chrome-Version befeuern soll.

Google Chrome: Google wendet sich von Webkit ab. Stattdessen kommt Blink.

© Google

Google Chrome: Google wendet sich von Webkit ab. Stattdessen kommt Blink.

Mit dem Ersatz der bisherigen Rendering-Engine Webkit durch Blink wird Google einen weiteren Schritt auf seinem eigenen Weg in der Browserentwicklung gehen. Webkit ist eine quelloffene Software, die auch das Gerüst von Apples Browser Safari bildet und von zahlreichen Apple-Entwicklern gepflegt wurde. Ursprünglich war WebKit ein KDE-Projekt, das mit der Engine KHTML begann. Durch Nutzung der Open-Source Software konnte Google den Start seiner eigenen Browser (Chrome und den quelloffenen Chromium) beschleunigen.

Allerdings sind die Entwicklungen weit auseinander gedriftet, wie der Chrome-Programmierer Adam Barth betont. Durch den Verzicht auf Webkit könnten bis zu 4,5 Millionen Programmzeilen toter Code entfernt werden, der in Chrom/Chromium keine Verwendung findet. Weiter betont Google, dass die Anforderungen an Browser immer weiter gestiegen sind, weswegen man sich sich lieber vollständig auf die Eigenentwicklung verlassen möchte.

Die neue Engine wird schon bald eingesetzt. "Chrome 28 wird der erste blinkende Release sein.", so der Suchmaschinen-Gigant. Zur Zeit ist Chrome 26 die aktuelle, stabile Version, neue Releases erscheinen ca. alle sechs Wochen. Der Name "Blink" ist übrigens dem HTML-Tag <blink> entlehnt.

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